Die Volks- und Raiffeisenbanken haben die neue Abwicklungsgesellschaft BAG Treuhand gegründet. Die "Bad Bank" soll Kredite und Projekte der früheren Raiffeisenbank im Hochtaunus abwickeln, die im Frühjahr 2025 die Hilfe der Sicherungseinrichtung der Volksbanken in Anspruch nehmen musste, da sie aufgrund von Wertberichtigungen bei Immobilienkrediten unter Druck geraten war. 

Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf die beiden Eigner, die Volksbank Mittelhessen, die die Raiffeisenbank im Hochtaunus nach der Stützung übernommen hatte, und die BAG aus Hamm, die Abwicklungsbank des genossenschaftlichen Finanzsektors. Zuerst hatte der Branchendienst "Finanz-Szene" über deren Start berichtet.

Dienstleisterin für ausgelagertes Geschäft
"Wir haben die BAG Treuhand mit dem Ziel gegründet, dass sie sich als Dienstleisterin um das ausgelagerte Geschäft der früheren Raiffeisenbank im Hochtaunus kümmert", äußerte sich René Kunsleben, Chef der BAG aus Hamm, gegenüber der Zeitung. Die Forderungen der Raiffeisenbank im Hochtaunus bleiben laut Kunsleben im Buch der BAG Hamm.

Die Raiffeisenbank im Hochtaunus musste im vergangenen Jahr mit 438 Millionen Euro durch die BVR-Sicherungseinrichtung gestützt werden. Nach der Fusion hat die Volksbank Mittelhessen Geschäfte im Volumen von 850 Millionen Euro an die BAG Hamm abgegeben. Mit der Abwicklung dieser speziellen Geschäfte rund um Bauträger und Projektentwicklung, die sich von den üblichen Portfolios der BAG Hamm unterschieden, solle sich die BAG Treuhand befassen, meldet das "Handelsblatt". (jb)