Stolze sechs Jahre hat es gedauert, bis Deutschlands Fondsbranche die Finanzkrise von 2008 verdaut hatte: 2014 erreichte das Volumen der Wertpapierpublikumsfonds, das der BVI in seiner Investmentstatistik erfasst, die Marke von 700 Milliarden Euro – seinerzeit ein Rekord, der erstmals den Wert des Jahres 2007 übertraf und die schweren Jahre nach Lehman-Pleite und Euro-Krise endlich vergessen machte.

Seit diesem Jahr 2014 ist das verwaltete Vermögen der Wertpapierpublikumsfonds in der BVI-Investmentstatistik um mehr als eine Billion Euro gestiegen – ganz so, als hätte es zwischendurch keine Krisen mehr gegeben. Doch von diesem Boom konnten nicht alle Fondsanbieter gleichermaßen profitieren.

Nettomittelaufkommen und verwaltetes Vermögen
Um die langfristige Entwicklung der Asset-Management-Industrie in Deutschland nachvollziehbar zu illustrieren, hat FONDS professionell die wichtigsten Zahlen seit 2007 grafisch aufbereitet. In der Bilderstrecke oben finden Sie das Nettomittelaufkommen und das verwaltete Vermögen der größten Gesellschaften, die dem BVI ihre Daten melden (in alphabetischer Reihenfolge).

Nicht dargestellt sind die Ergebnisse von Blackrock, obwohl der US-Anbieter gemessen am verwalteten Vermögen einer der größten Asset Manager in der BVI-Statistik ist. Blackrock meldet dem Verband jedoch erst seit einigen Jahren Daten für sein gesamtes Deutschlandgeschäft. Zuvor hatte der Branchenprimus nur die Daten seiner deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaft eingeliefert, die lediglich einige ETFs auflegt. Und erst seit einer im Frühjahr 2025 eingeführten Neuerung bei der Erfassung börsengehandelter Fonds werden auch die irischen und Luxemburger iShares-ETFs, die in Depots deutscher Banken lagern, in der BVI-Statistik erfasst. (bm)