Der von Starmanager Frank Fischer gesteuerte Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen wird Anleger künftig tatkräftig dabei unterstützen, ihren neuen Pflichten nachzukommen, die das Investmentsteuerreformgesetz mit sich gebracht hat. Dafür wird der Fonds Inhabern von Anteilen der thesaurierenden Anlageklassen "T "und "TI" eine Ausschüttung in Höhe der Vorabpauschale überweisen. Der Charme daran: Auf diese Weise steht auf den Konten der betreffenden Anleger automatisch Liquidität zur Verfügung, damit die Depotbanken die Steuer auf die pauschal ermittelten laufenden Erträge an das Finanzamt abführen können. Genau dafür müssten die Kontoinhaber andernfalls selbst sorgen.

Zur Erinnerung: Die steuerliche Vorabpauschale ist eine wesentliche Neuerung, die das Investmentsteuerreformgesetz, das am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist, für Anleger gebracht hat. Sie wird von der depotführenden Stelle ermittelt und gilt vor allem für thesaurierende Fonds, auch für solche, die im Ausland aufgelegt worden sind. Die pauschale Besteuerung kann auch bei ausschüttenden Fonds greifen. Dies ist dann möglich, wenn die Ausschüttung im abgelaufenen Jahr relativ niedrig war und nicht das Niveau des ermittelten Basisertrags erreicht wurde.

Basisertrag und Basiszins
Der Basisertrag, der sich am Basiszins bemisst, ist die Ausgangsgröße für die Berechnung der pauschalen Steuer. Der Basiszins orientiert sich an deutschen Staatsanleihen mit jährlichen Zinszahlungen und Restlaufzeiten von 15 Jahren. Er wird von der Bundesbank anhand der Zinsstrukturkurven jeweils zum ersten Börsentag eines neuen Jahres errechnet. Für 2018 liegt er bei 0,87 Prozent.

Sofern der Fonds im abgelaufenden Kalenderjahr einen wirtschaftlichen Gewinn erzielt hat, wird der Basisertrag nach einer gesetzlich vorgegebenen Formel errechnet. Die Steuer auf den pauschal ermittelten Ertrag wird – anders als es bei in Deutschland aufgelegten thesaurierenden Fonds bisher der Fall war – nicht länger aus dem Fondsvermögen bereitgestellt. Stattdessen hat der Anleger selbst Sorge dafür zu tragen, dass sein Konto zum Zeitpunkt des Steuerabzugs ausreichend Deckung aufweist. Anlegern, die in die Anteilsklassen T und TI des Frankfurter Aktienfonds investiert sind, nimmt der Fonds die Mühe ab, darauf zu achten. 

Ausschüttung zum Jahresende
Eine Ausschüttung in Höhe der Vorabsteuerpauschale für die Anteilklassen T und TI des Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen soll voraussichtlich Ende 2018 erfolgen, heißt es bei der Gesellschaft Shareholder Value Management, die den Fonds managt. Darüber hinaus sollen auch Anleger der ausschüttenden Anteilsklasse "A" eine solche Ausschüttung erhalten. (am)