Fidelity International möchte im zuletzt eher enttäuschenden Wholesale-Bereich mit strategischen Partnerschaften punkten. "Im Wholesale-Geschäft sind die Abflüsse weitestgehend gestoppt, aber noch nicht vollständig aufgeholt", so Fidelity-Deutschlandchef Alexander Leisten auf Anfrage von FONDS professionell.

"Wholesale bleibt ein wichtiger Kernbereich für Fidelity in Deutschland", betont Leisten. "Mit dem neuen Leiter Christian Machts werden wir hier weitere Impulse setzen, beispielsweise eine engere Zusammenarbeit mit unseren strategischen Partnern." Machts bezieht sein Büro in Kronberg am 1. April. Zuvor hatte er das Retailgeschäft von Blackrock in Deutschland, Österreich und Osteuropa geleitet und einige strategische Partnerschaften für den US-Vermögensverwalter eingefädelt.

Leisten berichtet von "ersten positiven Ergebnisse" der jüngsten Initiativen im Vertrieb, etwa im Bankenbereich. "Hier konnten wir signifikante Zuflüsse erzielen", sagt er. Im Wholesale-Geschäft setzt Fidelity mittlerweile auf einen segmentspezifischen Ansatz. "Dadurch haben wir auch die unabhängigen Asset Manager intensiver betreut und dort erfreuliche Zuwächse gesehen", berichtet der Deutschland-Chef.

"Jeden 'Beauty Contest' erfolgreich abgeschlossen"
Mit Blick auf das vergangene Jahr berichtet Leisten von einer "sehr positiven Resonanz im institutionellen Bereich". "Das Team hat in den letzten zwölf Monaten jeden 'Beauty Contest', zu dem wir eingeladen wurden, erfolgreich abgeschlossen", so Leisten. "Eine solche Erfolgsbilanz motiviert natürlich enorm und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

In diesem Jahr möchte Leisten bei institutionellen Kunden unter anderem mit Expertise rund um nachhaltige Investments punkten. "Lösungen im Bereich ESG werden verstärkt nachgefragt", sagt er. "Obwohl das Thema schon lange bekannt ist, suchen viele institutionelle Kunden das Gespräch, wie ESG konkret im Portfolio umgesetzt werden kann."

bAV-Geschäft wird breiter gefasst
Neue Akzente setzen möchte Fidelity auch in der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Dieser Bereich soll wesentlich weiter gefasst werden als bisher. Leisten: "Unter dem Begriff 'Workplace Investment' bündeln wir alle Services, die der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern zum Thema Altersvorsorge anbietet – angefangen bei der klassischen bAV über Zeitwertkonten bis hin zu Informations-Tools, mit denen der Mitarbeiter sich ein Bild machen kann, ob er bei seiner Altersvorsorge im Plan liegt." (bm)


In der soeben erschienenen Heftausgabe 1/2019 analysiert FONDS professionell ab Seite 278, wie sich das Deutschlandgeschäft der großen Asset Manager seit 2007 entwickelt hat. Angemeldete FONDS professionell KLUB-Mitglieder können den Beitrag auch hier im E-Magazin abrufen.