Wealth Management: Das sind die Hauptkonkurrenten der Deutschen Bank
Die Deutsche Bank sieht nicht internationale Groß- und Privatbanken als schärfste Mitbewerber um die Gunst von vermögenden Kunden. Ihr machen die Sparkassen mit den Filialen vor Ort Konkurrenz, wie Raffael Gasser, Leiter Wealth Management der Deutschen Bank, der "Börsen-Zeitung" berichtet.
Die Deutsche Bank hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Position am deutschen Markt fürs Wealth Management auszubauen und weiter Marktanteile zu gewinnen. Als größte Konkurrenten sieht der deutsche Branchenprimus aber nicht Institute wie ABN Amro oder BNP Paribas, sondern die Sparkassen. Grund ist deren Präsenz an vielen Orten und die oftmals enge Verbindung mittelständischer Unternehmer zur Sparkasse vor Ort. Das berichtet Raffael Gasser, Leiter Wealth Management der Deutschen Bank, in einem Interview mit der "Börsen-Zeitung".
Allerdings könne auch die Deutsche Bank mit mehr als 300 Standorten punkten. Zudem hat Gasser dem Wealth Management im Zuge der Zusammenführung des Geschäfts mit vermögenden und hochvermögenden Privatkunden in diesem Sommer ein Regionalprinzip verordnet, so die Zeitung. Seither ist es analog zum Firmenkundengeschäft in sechs Vertriebsregionen unterteilt. Schließlich sei für den Großteil der vermögenden Kunden die Nähe zum Berater wichtig. "Daher ist die Flächenorganisation das Rückgrat unseres Geschäfts", unterstreicht Gasser laut "Börsen-Zeitung".
Mehr delegierte Vermögensverwaltung
Im Wettbewerb mit den Sparkassen setzt die Deutsche Bank ferner auf den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Deshalb ist für Gasser die engere Verzahnung mit anderen Bereichen wichtig. Um wiederkehrende Erträge zu erzielen, möchte der Banker zudem den Anteil der delegierten Vermögensverwaltung erhöhen. "Kunden, die uns ein diskretionäres Mandat erteilen, fahren mit Blick auf die erwarteten Renditen bei gleichbleibendem Risiko im Schnitt deutlich besser, als wenn sie es selbst oder mit dem Berater auf der Basis von einzelnen Wertpapieren versuchen", erläutert er der "Börsen-Zeitung". (jb)















