Die Ergo wird ihre Tochter Deutsche Kranken-Versicherung (DKV) umbenennen. Von 2027 an soll die Marke DKV der Vergangenheit angehören. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter Berufung auf einen Sprecher der Ergo. Der neue Name des Anbieters privater Krankenversicherungen stehe aber noch nicht fest. Eventuell wird es "Ergo Deutsche Krankenversicherung" sein, da der Ergo-Konzern bereits eine Tochter mit Namen "Ergo Krankenversicherung" hat, die ausschließlich Zusatzversicherungen anbietet.

Der Zeitung zufolge hat sich die Ergo aus finanziellen Gründen für die Umbenennung entschieden. So investiere der Versicherer viel Geld ins Marketing, um den Namen "Ergo" bekannter zu machen, etwa durch ein millionenschweres Engagement beim Deutschen Fußball-Bund. Angesichts der hohen Kosten sei es aus Sicht der Düsseldorfer Gesellschaft sinnvoll, die Einzelmarken zu begraben, so die SZ. Daher wurden in der Vergangenheit auch die Konzerntöchter Victoria, Hamburg-Mannheimer, Ergo Direkt und D.A.S. umgetauft.

KI verändert die Internetsuche
Zudem mache die fortschreitende Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) bei der Recherche von Verbrauchern im Internet die Änderung noch dringlicher. Denn um bei Suchen über KI-Chatbots wie Chat-GPT oder Claude gefunden zu werden, müssen Unternehmen einen vergleichsweise großen Aufwand betreiben. Er erhöhe sich, wenn eine weitere Marke wie die DKV entsprechend gefördert werden müsse.

Mitbewerber Allianz und Generali haben es vorgemacht: Der italienische Versicherer hat in den vergangenen Jahren die Zahl seiner Marken in Deutschland deutlich reduziert, schreibt die Zeitung. So wurde im Juni 2020 aus der Central die Generali Krankenversicherung. Die Allianz wiederum hat bereits 2003 die 1994 übernommene Tochter Vereinte Krankenversicherung in Allianz Private Krankenversicherung umbenannt. (jb)