In einem europaweit zunehmend herausfordernden Umfeld hat der europäische Finanzvermittlungskonzern OVB im ersten Halbjahr einen Rückgang von 1,1 Prozent auf 114,5 Millionen Euro bei den Provisionserlösen hinnehmen müssen. Im Gegensatz zu früheren Geschäftsberichten musste die OVB diesmal auch geringere Umsätze in den europäischen Märkten melden, in denen sie aktiv ist. Das operative Konzernergebnis Ebit sank zudem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent. Positiv ist aber, dass die Zahl der Kunden um 1,3 Prozent auf 3,3 Millionen Kunden ausbauen.

"Das ungebrochene Wachstum der Kundenzahl unterstreicht den hohen Beratungsbedarf privater Haushalte in Europa", kommentiert Mario Freis, CEO der OVB Holding, das Ergebnis. "Die sich zunehmend verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen dämpfen unsere Wachstumsdynamik insgesamt, obwohl wir in einigen unserer Ländermärkte gute bis sehr gute Entwicklungen verzeichnen. OVB zeigt in diesem anspruchsvollen Umfeld eine solide Entwicklung."

Unterschiedliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Ländermärkten
Wie der Konzern in seiner Pressemitteilung ausführt macht sich am deutschen Markt die Umsetzung der Provisionsreduzierungen aufgrund des Lebensversicherungsreformgesetzes zunehmend bemerkbar. Hier gab es einen Rückgang bei den Provisionseinnahmen um 5,1 Prozent auf 29,1 Millionen Euro. Die Zahl der Kunden sank um 2,2 Prozent auf 623,149. Auf der anderen Seite stieg das Ebit um 2,6 Prozent auf drei Millionen Euro.

Nach kräftigen Umsatzsteigerungen in den vergangenen Jahren habe die Wachstumsdynamik im Segment Süd- und Westeuropa mit Österreich insgesamt nachgelassen. Die Gesamtvertriebsprovisionen nahmen von 30,4 Millionen Euro im Vorjahr geringfügig auf 30,3 Millionen Euro ab.

Im Segment Mittel- und Osteuropa wirkte ein deutliches Umsatzwachstum in Polen, Ungarn, Kroatien und Rumänien dem durch regulatorische Veränderungen ausgelösten negativen Umsatzeffekt im wichtigen Ländermarkt Tschechien entgegen. Insgesamt konnten die Gesamtvertriebsprovisionen des Segments Mittel- und Osteuropa leicht um 0,8 Prozent auf 55,2 Millionen Euro gesteigert werden.

Ziel 2017: Digitalisierung und Modernisierung vorantreiben
"Unser Ziel für 2017 ist, die Auswirkungen des zunehmend herausfordernden Umfelds auf den Geschäftsverlauf zu minimieren und zugleich die strategische Weiterentwicklung von OVB in Europa voranzutreiben", erläutert Oskar Heitz, CFO der OVB Holding AG. Mario Freis ergänzt: “Innerhalb unserer Strategie 'Evolution 2022' bilden die Potenzialausschöpfung, die Digitalisierung und Modernisierung sowie die weitere Expansion das grundlegende Fundament für die erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Unternehmens.“