Weitere PSD Bank verschwindet vom Markt
Die Gruppe der PSD Banken wird immer kleiner. Jetzt verschwindet wahrscheinlich die PSD Bank Koblenz vom Markt – durch Fusion.
Die PSD Bank Koblenz plant, mit der VR Bank Rhein Ahr Eifel zusammenzugehen. Wobei die PSD Bank mit einer Bilanzsumme von rund 716 Millionen Euro eindeutig der kleinere Partner bei der Verschmelzung wäre; die VR Bank weist rund 6,9 Milliarden Euro an Bilanzsumme auf.
Sollten die Pläne die Zustimmung der jeweiligen Vertreter- und Generalversammlungen finden, würde das neue Institut unter dem Namen VR Bank Rhein Ahr Eifel firmieren. Die Fusion soll im nächsten Jahr rückwirkend zum 1. Januar 2026 erfolgen. Damit würde die PSD Bankengruppe ein weiteres Mitglied verlieren.
Schwund
Bis Anfang der 2020er Jahre gab es noch 13 rechtlich selbstständige PSD Banken in Deutschland. 2023 firmierte dann die PSD Bank Westfalen-Lippe zur VR Bank Westfalen-Lippe um. Und im September dieses Jahres fusionierte die PSD Bank Berlin-Brandenburg mit der BBBank. Die BBBank kündigte zudem an, im nächsten Jahr mit der PSD Bank Hessen-Thüringen zusammenzugehen.
Damit nicht genug, im Oktober verkündeten die PSD Bank Nord aus Hamburg und die PSD Bank Hannover, eine Fusion sondieren zu wollen. Am Ende nächsten Jahres bleiben damit nur noch acht selbstständige PSD Banken übrig – falls in der Zwischenzeit nicht noch weitere Übernahmen oder Fusionen verkündet werden.
Geschichte
Die PSD Banken, die vornehmlich als Direktbanken unterwegs sind, wurden ursprünglich als Spar- und Darlehenskassen für Postbeamte gegründet. Nach der Privatisierung der Post wandelte man die Institute in Genossenschaftsbanken um. Die Bankengruppe verfügt über einen eigenen Verband mit rund 40 Mitarbeitern. (mh)













