Ein weiterer Robo-Berater möchte in Kürze seinen "Dienst antreten": Der digitale Vermögensverwalter Werthstein, der über eine Erlaubnis gemäß Paragraf 32 Kreditwesengesetz (KWG) verfügt, hat nach eigenen Angaben im Mai eine zweite Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Die erste fand im Herbst 2016 statt.

Mit insgesamt zehn Millionen Euro im Rücken soll es daher voraussichtlich im Juli losgehen. Als Depotbank werde die Baader Bank fungieren, die schon für andere Fintechs das IT-Rückgrat stellt. Für den kommenden Herbst ist eine weitere Finanzierungsrunde geplant. Mit den Erlösen daraus soll der internationale Marktauftritt finanziert werden. Ein Angebot für Kunden in der Schweiz sei bereits in Vorbereitung.

Werthstein, das Sitze in Zürich und München hat, stellt derzeit einem exklusiven Kundenkreis ein kostenloses virtuelles Depot mit allen Funktionalitäten zur Verfügung. In Zukunft sollen sie und andere Kunden kostengünstig "in ein breit nach Risikoaspekten diversifiziertes, individuelles Anlageportfolio" anlegen können. Dabei sollen Investitionen in aktuelle wirtschaftliche, technologische oder gesellschaftliche Trends eine besondere Rolle spielen. Darüber hinaus möchte das Institut Kunden vor allem mit umfassenden Informationen locken. Das Werthstein Institut, ein unabhängiges Gremium von renommierten Ökonomen und Investmentexperten, entwerfe Anlageideen und bereite diese in professionellen Artikeln und Videos auf. (jb)