Es dauerte sehr lange, aber nun ist der Schulterschlus der beiden Sparkassen-Versicherer Provinzial Rheinland und Provinzial Nordwest beschlossen: Die Aufsichtsräte der Provinzial Nordwest und die Gewährträger der Provinzial Rheinland haben der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung zur Fusion zugestimmt. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung hervor.

Die getroffene Rahmenvereinbarung regelt unter anderem grundsätzliche Fragen zur Bewertung der beiden Fusionspartner, zum Fusions- und Standortkonzept sowie Eckpunkte des zur Umsetzung erforderlichen komplexen Vertragswerks. Damit haben alle Gremien den Weg für weitere aufsichtsbehördliche Genehmigungsverfahren freigemacht. Nach erfolgter Freigabe durch die Behörden soll die Fusion mit Rückwirkung zum 1. Januar 2020 umgesetzt werden

Damit sollte die Fusion sieben Jahre nach den ersten Gesprächen nunmehr unter Dach und Fach sein. Die Verhandlungen scheiterten zwischenzeitlich unter anderem daran, dass sich die verschiedenen Eigentümer nicht auf die rechtliche Form der dann vereinten Versicherungsgesellschaft hatten verständigen können. Hier hatten die Parteien bereits Anfang Juni 2018, nachdem die Gespräche zu Beginn des gleichen Jahres wieder aufgenommen worden waren, Einigkeit erzielt: Der vereinte Versicherer soll eine Aktiengesellschaft werden – so wie die Provinzial Nordwest. 2019 hätte es dann bereits endgültig mit dem Zusammengehen klappen können, dann haben aber die Negativzinsen an den Kapitalmärkten das Wertermittlungsverfahren für die Gesellschaften verzögert. Nun ist es 2020 aber soweit. (jb)