Auf Deutschlands Straßen wird es bald ein neues Fahrzeug geben: den E-Scooter. Mit den elektrobetriebenen Tretrollern will die Bundesregierung vor allem den Individualverkehr in den Großstädten entlasten. Die Roller werden bis zu 20 Kilometer in der Stunde schnell sein und dürfen ausschließlich auf Fahrradwegen oder auf der Straße fahren. Laut Verordnung sind sie deshalb Kraftfahrzeuge – auf die Nutzer dann auch eine Kfz-Haftpflichtpolice abschließen müssen. Mehrere Versicherer haben schon entsprechende Angebote vorbereitet, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

So kalkuliert die Provinzial Nordwest mit einer jährlichen Prämie von 29 Euro. Andere Versicherer äußerten sich bislang nicht mit konkreten Zahlen, kündigten aber an, ebenfalls passende Policen zu entwickeln, darunter die Allianz und die HUK-Coburg. Die Bayerische versichert in einem Pilotversuch 15 E-Scooter der Marke Bird, die Signal Iduna wiederum deckt Schadensfälle für Roller des Verleihers Flash ab. Auch die Zurich Deutschland hat eine Sondergenehmigung für zwei Modelle.

E-Scooter sind ähnlich versichert wie Mofas
Bei ihren Angeboten orientieren sich die Versicherer laut "Süddeutscher Zeitung" an den Policen für Mofas, die ähnlich hohe Unfallkosten bergen. Allerdings sollten Nutzer einen Blick auf die Zusatzleistungen werfen, raten Verbraucherschützer. Das Zusatzmodul "Abschleppen" etwa sei bei einem leicht zu transporierenden E-Scooter wenig sinnvoll. Stattdessen sei dafür allerdings die Diebstahlgefahr höher, da die kleinen Räder wenig Platz für ein Schloss böten. (fp)