Kredit- und Girokarten sind handlich und passen bequem in jedes Portemonnaie. Viele Bankkunden verleitet das dazu, abgelaufene Chipkarten im Hausmüll zu entsorgen. Das ist allerdings verboten. Rechtlich gelten Geldkarten seit Ende 2018 nämlich als Elektro-Kleingeräte – und die müssen Besitzer am Ende ihrer Laufzeit fachgerecht entsorgen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Die Sparda-Bank-Hessen rät ihren Kunden dazu, abgelaufene Karten zerschnitten bei einer "geeigneten Sammelstelle" abzugeben, zitiert die Zeitung aus einem Schreiben des Geldinstituts. Das kann zum Beispiel der Wertstoffhof der Gemeinde sein. Manche Kommunen stellen eigens Behälter für Geräte mit sensiblen Daten bereit. Banken dagegen sind nicht verpflichtet, alte Karten zurückzunehmen.

500 Tonnen Elektroschrott
Mancher Wertstoffhof-Mitarbeiter mag zwar mitunter erstaunt schauen, wenn ihm Bürger statt Waschmaschinen und Kühlschränken plötzlich eine EC-Karte in die Hand drücken. Die Regelung ist aber durchaus sinnvoll. Zwar wiegt eine einzelne Karte laut Elektro-Altgeräte Register (EAR) lediglich fünf Gramm. Deutschlandweit sind allerdings mehr als 100 Millionen Bankkarten im Umlauf. Hochgerechnet entspricht das etwa 500 Tonnen Elektro-Schrott, berichtet die FAZ. (fp)