Das Kölner Start-up Brickbuy startet eine Plattform für Immobilieninvestments und bietet Anteile an privatem Wohneigentum als Kapitalanlage an. Bis zu 49 Prozent ihrer Immobilie können Wohnungseigentümer über den digitalen Marktplatz verkaufen, ohne ihre Rechte an der Immobilie zu verlieren. Sie können sie also auch weiterhin vermieten oder selbst darin wohnen. Die Pflichten, insbesondere die Instandhaltung, verbleiben ebenfalls bei ihnen.

So funktioniert das Investment
Die Immobilie, die ein Wohnungseigentümer auf der Plattform anbieten will, wird von Brickbuy in Zusammenarbeit mit Immobilienscout24 in ihrem Wert geschätzt und in Zehntel Quadratmeter aufgeteilt ("Bricks"), das sind die kleinsten Investmenteinheiten. In Form einer "wirtschaftlichen Unterbeteiligung", mit der das wirtschaftliche vom rechtlichen Eigentum abgekoppelt wird, verkauft der Wohnungseigentümer bis zu 49 Prozent des Objekts an Brickbuy, und zugunsten von Brickbuy wird eine Grundschuld ins Grundbuch eingetragen.

Über eine luxemburgische Verbriefungsgesellschaft werden die Verträge zwischen Brickbuy und den Wohnungseigentümern zu einem handelbaren Finanzprodukt umgewandelt. Anteilscheine daran können mit einem Abschlag in Höhe von 18 Prozent auf den von Brickbuy ermittelten Immobilienwert erworben und auf der Plattform gehandelt werden. Brickbuy erhält eine Provision von 3,57 Prozent. Nach spätestens 20 Jahren enden die Verträge, dann muss der Eigentümer die Immobilie komplett verkaufen oder die Anleger zum Tageswert der Immobilie anteilig ausbezahlen. (tw)