Ende Juni hat der Zahlungsdienstleister Insolvenz angemeldet, nun stellt Wirecard seine virtuelle Kreditkarte Boon ein. Dies hat das Unternehmen am Montag (3. August) mitgeteilt, wie das IT-Nachrichtenportal "Heise Online" berichtet. Der Service soll am 3. Oktober abgeschaltet werden. Kunden sollten bis zu diesem Termin ihre Restguthaben verbrauchen, andernfalls werden weitere Gebühren anfallen, schreibt das Portal.

Boon-Nutzer konnten bislang eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte von Mastercard verwenden. Mit einer App konnten sie Guthaben aufladen und verwalten. Später wurden außerdem Handy-zu-Handy-Zahlfunktionen (P2P) angeboten. Die virtuelle Mastercard von Boon war eine der ersten Möglichkeiten, die kontaktlosen Bezahlsysteme von Apple und Google zu nutzen, und sei daher auch in Deutschland recht beliebt, berichtet "Heise Online". 

Am besten alles ausgeben
Boon empfiehlt Anwendern, noch vorhandene Guthaben bis zum 3. Oktober komplett auszugeben. Auf Wunsch zahlt das Unternehmen "Heise Online" zufolge nicht verbrauchte Summen auch aus. Allerdings mache Boon auf eine hohe Auslastung der Kundendienstmitarbeiter aufmerksam und setze daher auf die "Eigeninitiative" der Kunden. Eventuell eingerichtete automatische Aufladungen habe der Anbieter bereits deaktiviert. 

Wenn das Guthaben vollständig verbraucht ist und alle Buchungen abgeschlossen sind, kann der Account direkt in der App geschlossen werden. Geschieht dies bis zum 3. Oktober nicht, nehmen Boon-Kunden in Kauf, dass das Guthaben auf ihrer Karte nach und nach durch eine monatlich anfallende Gebühr aufgezehrt wird, schreibt "Heise Online". (am)