Die Mitarbeiter der Deutschen Bank müssen künftig länger auf Gehaltserhöhungen warten. Wie das "Handelsblatt" berichtet, zahlt das Institut ein zugesagtes Plus bei Fixgehältern in Zukunft erst am 1. April aus statt wie bisher rückwirkend zum 1. Januar. Die Deutsche Bank spart damit Gehaltserhöhungen für ein Quartal ein – ein weiterer Rückschlag für die Angestellten des mitten im Umbau steckenden Konzerns.

Vorstandschef Christian Sewing erklärte in einem Brief an die Mitarbeiter, dass die Deutsche Bank weiter Kosten senken müsse: "Um wettbewerbsfähig zu bleiben und eine nachhaltige Rendite für unsere Aktionäre zu erzielen, müssen wir unsere Kosten weiterhin sehr diszipliniert steuern. Dies betrifft auch das Thema Vergütung." Er wies darauf hin, dass Konkurrenten die Gehälter ebenfalls nicht direkt zu Jahresbeginn erhöhten.

Boni sinken wohl weiter
Wer ein höheres Gehalt oder sogar einen erfolgsabhängigen Bonus bekommt, erfährt das weiterhin Anfang März. Auch Beförderungen werden künftig zu diesem Datum bekanntgegeben. Dazu, wie hoch die Boni im laufenden Jahr ausfallen, machte Sewing noch keine Angaben. In den vergangenen Jahren waren sie immer wieder gesunken. Nachdem die Deutsche Bank im vergangenen Jahr das fünfte Mal in Folge einen Verlust eingefahren hat, dürften die Bonuszahlungen wohl erneut fallen – Medienberichten zufolge im Schnitt um 20 Prozent, im Investmentbanking sogar um 30 Prozent. (fp)