Die riskanten Geschäfte eines einzelnen Kunden in den USA haben ABN Amro übereinstimmenden Medienberichten zufolge einen dreistelligen Millionenverlust eingebrockt. Nach Angaben von "Handelsblatt online" hat sich der Mann mit Optionsscheinen und Futures derart verspekuliert, dass die niederländische Bank nun 200 Millionen US-Dollar abschreiben muss. Das werde auch das Ergebnis des ersten Quartals beeinflussen, teilte das Institut mit. Die Positionen des risikofreudigen Glücksritters seien inzwischen geschlossen worden.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Bank durch die Zockerei Einzelner hohe Verluste erleidet. In früheren Fällen waren es aber keine Kunden, sondern Mitarbeiter, die ihre Arbeitgeber teuer zu stehen kamen. So verursachte etwa der Händler Jérôme Kerviel der französischen Großbank Société Générale inmitten der ausbrechenden Finanzkrise den Rekordverlust von 4,9 Milliarden Euro. Die Schweizer UBS verlor durch nicht minder riskante Geschäfte ihres Händlers Kweku Adoboli insgesamt 2,3 Milliarden US-Dollar. (fp)