Am deutschen Fondsmarkt gibt es seit Jahresanfang mit Punica Invest eine neue Vertriebsgesellschaft. Hinter dieser neuen Firma stehen mit 51 Prozent der Anteile der Vermögensverwalter Aramea Asset Management und mit 49 Prozent Hansainvest, die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) der Signal-Iduna-Gruppe. "Sowohl Aramea als auch Hansainvest haben das Ziel, die Vertriebskraft in ihren Produkten zu erhöhen sowie sich vertrieblich breiter und diversifizierter aufzustellen", erläutert Aramea-Vorstand Markus Barth.

Aus diesem Grund hat Punica Invest nun den Vertrieb von Aramea-Produkten und die konzernfremde Vermarktung der Hansa-Fonds übernommen. Im Fokus der neuen Gesellschaft stehe der "professionelle Vertrieb". Darunter verstehen die Gesellschaften "in erster Linie nach KWG 32 lizenzierte Vermögensverwalter, Haftungsdächer, Pools, Wholesale, Dachfonds, Privatbanken, Strukturen, IFAs und Versicherungen", wie ein Sprecher von Hansainvest auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mitteilte.

Aramea übernimmt das operative Geschäft
Der Vermögensverwalter Aramea vertreibe seine Fonds bereits seit Jahren mit Erfolg an professionelle Kunden, so Hansainvest-Chef Jörg Stotz. "Damit ist Aramea für uns nicht nur ein idealer Partner, sondern wird auch das operative Geschäft der Gesellschaft übernehmen." Mit der neuen Gesellschaft eröffne sich zudem die Möglichkeit, das Angebot für White-Label- oder Service-KVG-Kunden zu erweitern und "gleichzeitig unser Alleinstellungsmerkmal als 'One-Stop-Shop' weiter zu intensivieren", wie es Stotz formuliert.

Geschäftsführer von Punica Invest ist Stephan Lipfert, der im Herbst 2019 von Blackrock zu Aramea wechselte. Bevor Lipfert 2013 zu Blackrock ging, hatte er bei Aquila Capital gearbeitet. Die in Hamburg ansässige Aramea AM gehört mit einem verwalteten Volumen von über drei Milliarden Euro zu einem der größten von Banken und Finanzinstitutionen unabhängigen Asset Managern in Deutschland. Das Haus hat sich unter anderem auf Nachrang- und Hybridanleihen spezialisiert. Hansainvest administriert mit gut 190 Mitarbeitern mehr als 240 Publikums- und rund 110 Spezialfonds mit einem Volumen von knapp 40 Milliarden Euro. (aa)