Zwei Wall-Street-Riesen fahren Rekordergebnisse ein
Die amerikanischen Geldhäuser JP Morgan und Goldman Sachs fahren Rekorde im Aktienhandel ein. Dies beflügelt auch die Quartalszahlen der Institute. Beim Ausblick auf die künftige Entwicklung mahnt einer der Bankchefs jedoch zur Vorsicht.
Die US-Großbanken JP Morgan und Goldman Sachs haben Rekordquartale verzeichnet. So hat die Großbank JP Morgan im vergangenen Dreimonatszeitraum den höchsten Quartalsgewinn ihrer Geschichte erzielt. Der Nettogewinn belief sich auf 21,2 Milliarden US-Dollar oder 7,70 Dollar je Aktie, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Nahezu alle Geschäftsbereiche übertrafen die Erwartungen. Insbesondere die Erträge im Aktienhandel fielen höher aus als erwartet. Die Märkte wurden vom Krieg im Nahen Osten sowie den Trends bei künstlicher Intelligenz geprägt.
Die Investmentbank Goldman Sachs wiederum hat die selbst aufgestellten Branchenrekorde im Aktienhandel deutlich übertroffen. Die Bank erzielte in den vergangenen drei Monaten in dem Segment Erträge von 7,4 Milliarden Dollar. Die Ergebnisse markieren somit das dritte Quartal in Folge, in dem die Aktiensparte des Instituts einen Allzeitrekord unter allen Banken aufgestellt hat. Die Einnahmen allein der vergangenen drei Monate übertrafen das, was die Einheit im Gesamtjahr 2019 erzielt hatte.
Verschiebung wie bei tektonischen Platten
Goldman Sachs verbuchte somit im zweiten Quartal einen Gewinn von 6,6 Milliarden Dollar, was einem Plus von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Ergebnis je Aktie lag bei 20,98 Dollar – ebenfalls ein Rekordwert.
Trotz der guten Ergebnisse dämpfte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon die Erwartungen. "Mehrere Risiken verschieben sich unter der Oberfläche wie tektonische Platten", erläuterte Dimon. "Dazu zählen geopolitische Spannungen und Kriege, hartnäckige Inflation, hohe globale Haushaltsdefizite und erhöhte Vermögenspreise." Es lasse sich nicht vorhersagen, wie sich diese Kräfte letztlich auswirken werden. "Sie könnten beherrschbar bleiben, aber sie könnten auch erhebliche Störungen verursachen, wenn sie sich verschieben oder aufeinandertreffen", so Dimon. (ert/Bloomberg)















