Nach der Hamburger Sparkasse können nun auch Kunden der Sparkasse Köln-Bonn Geld bei anderen Banken anlegen. Nach Informationen des Online-Portals "Finanz-Szene.de" läuft bei dem Institut seit Mitte Juni 2020 ein Pilotprojekt unter dem Namen "Zinsnavi". In ausgewählten Filialen und unterstützt von ihrem jeweiligen Berater können Kunden der Bank ihre Einlagen nun entweder zur Creditplus oder zur Deutschen Pfandbriefbank transferieren. Die Technologie dahinter kommt vom Hamburger Einlagenbroker Deposit Solutions.

Damit ist es dem Fintech-Unternehmen gelungen, innerhalb weniger Wochen gleich zwei große Sparkassen als Testkunden für sich zu gewinnen. Laut "Finanz-Szene.de" könnte das erst der Auftakt gewesen sein. Die Beispiele aus Hamburg und Nordrhein-Westfalen legten nahe, dass das Einlagen-Brokerage "früher oder später zu einem Standardangebot im deutschen Retail-Banking werden könnte", schreiben die Autoren.

Konkurrent Raisin schläft nicht
Vorreiter dieser Entwicklung ist die Deutsche Bank, die ihren Kunden bereits seit 2017 die Möglichkeit bietet, zumindest einen Teil ihrer Ersparnisse bei Instituten anzulegen, die höhere Zinsen zahlen. Die Technologie dahinter stammt ebenfalls von Deposit Solutions. Der einzige Konkurrent in diesem Feld ist derzeit das Berliner Fintech Raisin. Das Unternehmen verkündete unlängst eine Kooperation mit der Sparkasse Vorpommern. (fp)