Der Goldboom hat deutliche Spuren in den Vermögen der Deutschen hinterlassen. Der Wert ihrer Goldanlagen zu Anlagezwecken hat sich seit 2024 mehr als verdoppelt. Das zeigt die aktuelle Studie "Goldinvestments 2026: Indikatoren, Motive und Einstellungen von Privatpersonen", die das "CFin – Research Center for Financial Services" der Steinbeis-Hochschule Berlin im Auftrag der Reisebank durchgeführt hat.

Demnach beläuft sich das Goldvermögen der deutschen Privathaushalte zu Anlagezwecken – physisches Gold in Form von Barren und Münzen sowie goldbezogene Wertpapiere – inzwischen auf 907 Milliarden Euro. Das sind rund 540 Milliarden Euro mehr als bei der Erhebung 2024. Hinzu kommen Goldschmuck im Wert von 532 Milliarden Euro und die mit 480 Milliarden Euro bewerteten Goldreserven der Deutschen Bundesbank.

Insgesamt kommen Privathaushalte und Bundesbank damit auf einen Goldwert von nahezu 1,9 Billionen Euro. Haupttreiber ist der stark gestiegene Goldpreis. Für ihre Berechnungen legten die Studienautoren den LBMA-Goldpreis vom 10. März 2026 von 4.457,35 Euro je Feinunze zugrunde.

Doch wie viel Gold besitzen die Deutschen tatsächlich, warum kaufen sie das Edelmetall und welche Anleger greifen besonders stark zu? Die wichtigsten Ergebnisse der Reisebank-Studie zeigen wir in der Bilderstrecke. (mb)


Zur Studie
Die Studie wurde im ersten Quartal 2026 vom "CFin – Research Center for Financial Services" der Steinbeis-Hochschule Berlin im Auftrag der Reisebank durchgeführt. Grundlage ist eine repräsentative Online-Befragung von 2.000 Bundesbürgern ab 18 Jahren. Die Untersuchung fand zum neunten Mal statt. Die Goldbestände wurden auf Basis der Angaben der Studienteilnehmer auf die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren hochgerechnet. Für die Wertberechnung wurde der LBMA-Goldpreis vom 10. März 2026 von 4.457,35 Euro je Feinunze beziehungsweise 143,31 Euro je Gramm verwendet.