Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Postbank-Filialvertrieb bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen seien für Donnerstag (30.4.) und Samstag (2.5.) geplant, teilt die Gewerkschaft mit.

Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen für die insgesamt rund 9.000 Beschäftigten der ehemaligen Postbank im Deutsche-Bank-Konzern. Verdi fordert in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat, sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung.

"Hohe Belastung"
"Die Beschäftigten erwarten ein deutliches Signal der Anerkennung", betont Verdi- Verhandlungsführer Jan Duscheck. "Stattdessen hat die Arbeitgeberseite bislang ein Angebot vorgelegt, das weder die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bank noch die hohe Belastung in den Betrieben widerspiegelt."

In der aktuellen Tarifrunde geht es der Gewerkschaft zufolge nicht nur um die Entgeltentwicklung, sondern auch um "Fragen der Transformation der Privatkundenbank". Die Integration der Postbank in die Deutsche Bank sowie Filialschließungen und organisatorische Veränderungen würden in vielen Bereichen für Unsicherheit unter den Beschäftigten sorgen, so Verdi. Duscheck: "Mit den Warnstreiks machen die Beschäftigten deutlich, dass sie bereit sind, für faire Einkommen und verlässliche Perspektiven einzutreten." (fp)