Nur knapp ein Drittel der Deutschen würde eine private Altersvorsorge online kaufen. Dagegen bevorzugen zwei Drittel den Abschluss mit persönlicher Beratung vor Ort oder am Telefon. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Fondsanbieters Amundi zum Thema private Altersvorsorge.

Für die Studie zum Thema Beratung und Digitalisierung wurden 1.000 Personen zwischen 35 und 55 Jahren befragt. "Das Interesse an Online-Informationen ist groß. Der Abschluss der privaten Altersvorsorge findet jedoch nach wie vor bevorzugt nach einem persönlichen Beratungsgespräch statt", sagt Gottfried Hörich, stellvertretender Länderchef und Vertriebsleiter bei Amundi Deutschland.

Indes ist die private Altersvorsorge nicht sehr verbreitet. Deutlich weniger als die Hälfte der Befragten (43 Prozent) geben an, entsprechende Verträge abgeschlossen zu haben. Unter denjenigen mit privater Altersvorsorge sind 27 Prozent in Wertpapiere, Aktien oder Fonds investiert. 20 Prozent der Befragten gaben an, überhaupt nichts für später zurückzulegen, 15 Prozent sparen nicht regelmäßig. Bei der Höhe der gesparten Beträge ist das Bild uneinheitlich: Gut ein Viertel (28 Prozent) spart monatlich zwischen 51 und 200 Euro, 17 Prozent bis zu 50 Euro, und 13 Prozent legen mehr als 200 Euro beiseite.

Beratung von Mensch zu Mensch bevorzugt
Gefragt nach der Möglichkeit von Video-Chats (zum Beispiel via Skype), bestätigten nur 17 Prozent ihr Interesse an derlei Angeboten. Auch beim Stichwort "Robo-Advisor" scheint die private Altersvorsorge noch längst nicht so weit wie andere Finanzbereiche. Die Mehrheit, 59 Prozent, lehnt die Beratung durch ein algorithmenbasiertes Programm ab und bevorzugt einen "menschlichen" Kundenberater. Vier von fünf Befragten (80 Prozent) sind der Meinung: "Trotz Internet – die persönliche Beratung bei der privaten Altersvorsorge von Mensch zu Mensch ist mir lieber".

Bei der Administration dagegen wird das Internet schon eher genutzt: Zwei Drittel der Befragten verwalten ihre Aktien oder Fonds online, bei Verträgen zur privaten Altersvorsorge sind es immerhin 34 Prozent. (fp)