Versicherungsvermittler bekommen überraschend neue Mitbewerber: Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung in Niedersachsen, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Verbraucherzentrale Niedersachsen werden gemeinsam in Unternehmen über Altersvorsorge informieren. Ein erster "Rentenberatungstag" hat am 11. Februar bereits stattgefunden. Nun soll das Projekt nach und nach bundesweit ausgerollt werden.

"Es ist uns ein Herzensanliegen, dass Menschen im Alter gut versorgt sind", begründet die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, Helga Schwitzer, den Schritt. "Deshalb beraten wir unsere Kunden in allen Fragen zur gesetzlichen Rente. Auch wer sich fragt, wie man ergänzend fürs Alter vorsorgen kann, ist bei uns an der richtigen Adresse", sagt sie. Die Experten der Deutschen Rentenversicherung informierten rund um die zusätzliche Altersvorsorge – kostenlos und produktunabhängig.

Vermittler gegen Verbraucherzentralen
"Wer seinen Lebensstandard im Alter halten möchte, muss zusätzlich privat vorsorgen, um die Rentenlücke zu schließen" ergänzt Petra Kristandt, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. "Unsere Experten helfen Verbrauchern dabei, ihren finanziellen Bedarf richtig einzuschätzen. Sie geben einen Überblick über passende Vorsorgeformen und entwickeln eine individuelle und anbieterunabhängige Altersvorsorgestrategie."

Die freien Vermittler liegen schon seit Jahren mit den Verbraucherzentralen im Clinch. Diese dürfen Beratungen zu Versicherungen anbieten, ohne allerdings die gleichen Anforderungen hinsichtlich der Sachkunde erfüllen zu müssen wie die gewerblichen Vermittler. In der Vergangenheit sind auch immer wieder Beratungsfehler der Verbraucherzentralen bekannt geworden. Vorstöße der Vermittlerverbände, für ein einheitliches Regulierungsniveau zu sorgen, scheiterten bislang. (jb)