Ein auf das Anleger-Alter abgestimmtes Asset Management ist wichtig – vor allem, wenn es darum geht, bereits erzielte Erträge abzusichern. Denn nur, wenn das gelingt, ist die finanzielle Sicherheit im Ruhestand gewährleistet, und nur dann kann man das Erbe für die nächste Generation bewahren. "Dabei ist es wichtig, nicht einem typischen Trugschluss aufzusitzen", warnt Michael Sievers, Managing Partner bei der Vermögensverwaltung Rhein Asset Management: "Selbst wer erst spät mit der Vermögensverwaltung beginnt, kommt an Aktien nicht vorbei."

Die soganennte "Lebensformel", nach welcher sich Aktienquote und -allokation am Lebensalter orientieren sollte, gilt nicht bei größeren Vermögen. Denn dann stellt sich nicht die Frage, ob das Barvermögen für den Ruhestand reicht. "Wer über zehn, 20 oder mehr Millionen Euro verfügt oder von laufenden Mieteinnahmen aus abbezahlten Mehrfamilienhäusern profitiert, kann auch bis ins hohe Alter in Wachstumstiteln investieren", sagt Sievers. So kann man die Performance steigern, wovon später etwa die Erben profitieren. 

Deutschland ist das Land der Erben
Das Erbvolumen in Deutschland beläuft sich im Zeitraum von 2012 bis 2027 auf schätzungsweise 400 Milliarden Euro – pro Jahr. Das zeigt eine Berechnung von Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Diese Summe stellt Erblasser und deren Familien vor Herausforderungen. Anleger sollten sich um ein schlüssiges Vermögenskonzept kümmern, rät der Vermögensprofi. Er empfiehlt vermögenden Anlegern zudem, sich gemeinsam mit Steuerberatern und Notaren früh um die Vermögensübertragung zu kümmern. "So können sie böse Überraschungen vermeiden." (fp)