Die Consorsbank plant eine komplette Überarbeitung ihrer Gebührenstruktur für Girokonten. Dies berichtet der Branchendienst "Finanz-Szene.de". Ihr bislang kostenloses Angebot möchte die viertgrößte deutsche Direktbank in Zukunft offenbar durch vier Konto- und Gebührenmodelle ersetzen. Wie die verschiedenen Varianten ausgestaltet und bepreist werden könnten, würde derzeit in Marktforschungstests ermittelt, schreibt "Finanz-Szene.de".  

Nach Kundenbefragungen, die dem Branchendienst vorliegen, geht es in den laufenden Tests um vier Modelle mit den Namen "Pure", "Essential", Unlimited" sowie "Ultimate". Nur das "Pure"-Modell, das allerdings sehr eingeschränkte Leistungen bietet, solle kostenlos bleiben. Am anderen Ende der Skala befinde sich die Konto-Variante "Ultimate". "Finanz-Szene.de" zufolge testet Consors hier, ob Kunden bereit wären, monatlich bis zu 15 Euro an Gebühren zu zahlen. Bei dem "Ultimate"-Modell wolle die Consorsbank voraussichtlich neben einer Kredit- und einer Debitkarte auch einen besseren Support sowie diverse Versicherungen und Extra-Leistungen anbieten. 

Noch keine endgültigen Entscheidungen
Ein Sprecher der Consorsbank habe "Finanz-Szene.de" die Authentizität der Marktforschung bestätigt, schreibt der Branchendienst. Entscheidungen hinsichtlich der definitiven Ausgestaltung der neuen Angebote habe die Bank aber noch nicht getroffen, erklärte er. Diese sollten außerdem ausschließlich für Neukunden gelten. "Richtig ist, dass die Consorsbank darüber nachdenkt, wie sie ihr derzeitiges Kontenangebot ausbauen kann", zitiert "Finanz-Szene.de" den Sprecher. In diesem Rahmen betreibe die Bank auch Marktforschung, deren Ergebnisse in die Gestaltung einfließen werden. Die Anzahl der Modelle, der konkrete Umfang und das Pricing stünden aber noch nicht fest. (fp)