Die Augsburger Aktienbank (AAB) wird ihre Depotführungsgebühren zum neuen Jahr erhöhen. Die Depotbank und Fondsplattform reagiert damit nach eigenen Angaben in einer Kundeninformation, die FONDS professionell ONLINE vorliegt, auf den "anhaltenden Niedrigzins, steigende Kosten und zahlreiche regulatorische Anforderungen". Gemeint sind damit unzweifelhaft die Strafzinsen in Höhe von 0,5 Prozent, die die Europäische Zentralbank für Einlagen der Banken fordert, sowie die steigenden Aufwendungen für die Umsetzung der Finanzmarktrichtlinie MIfid II. 

Der Mitbewerber DAB BNP Paribas hat aus ähnlichen Gründen ebenfalls reagiert. Statt höherer Depotgebühren wird die Gesellschaft ab dem neuen Jahr aber einen "Strafzins der besonderen Art" berechnen (FONDS professionell ONLINE berichtete). Das Bankhaus Metzler hat sich wegen des Kostendrucks schon Mitte des Jahres von allen Retailkunden seiner Fondsplattform "Metzler Fund Xchange" getrennt. Der Geschäftsbereich wurde von der FIL Fondsbank (FFB) übernommen.

Bis zu zehn Euro mehr
Nach den Angaben des Augsburger Instituts müssen Kunden, die das "Augsburger Service-Konto eingeschlossen Wertpapierdepot Variante Basis" haben künftig 44,90 Euro im Jahr zahlen. Ein Blick auf die aktuelle Kostenaufstellung verrät: Das sind fünf Euro mehr. Die Variante "Komfort" verteuert sich um zehn Euro auf 59,90 Euro.

Ferner werden beim "Wertpapier Service-Konto mit Wertpapierdepot" ebenfalls 59,90 Euro pro Jahr fällig, dafür falle aber die Mindesttransaktionspauschale weg. Das Sparplan-Depot Junior bleibe aber kostenfrei. Ebenso blieben individuell getroffene Entgeltvereinbarungen für bestimmte Produkte von den Änderungen unberührt. (jb)


In der kommenden Heftausgabe 4/2019 von FONDS professionell, die Ende November erscheinen wird, finden Sie eine Übersicht über die Preiskonditionen und Angebote mehrerer Fondsplattformen.