Investmentbanken werden für 2022 niedrigere Boni zahlen als im Vorjahr, prognostiziert das Beratungsunternehmen Johnson Associates laut dem Finanzjobportal "Efinancialcareers". Besonders Angestellte im Geschäftsbereich Equity Capital Markets (ECM) werden demnach weniger verdienen: Ihre Boni werden im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 70 Prozent sinken. In den Geschäftsbereichen M&A-Beratung sowie Debt Capital Markets werden Banken im Schnitt zwischen 15 und 20 Prozent weniger Geld pro Mitarbeiter ausschütten, schätzen die Berater. In allen anderen Geschäftsbereichen sinken die Boni laut der Analyse nur geringfügig oder bleiben gleich.

Grund für die Einkommensverluste sind die niedrigeren Umsätze der Banken, heißt es bei "Efinancialcareers". So sind die Umsätze der ECM-Abteilungen beispielsweise bei Goldman Sachs, Morgan Stanley und der Deutschen Bank im laufenden Jahr um rund 80 Prozent eingebrochen. Im Zuge dessen hat Goldman Sachs seine Ausgaben für Gehälter im ersten Quartal 2022 bereits um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduziert. Morgan Stanley kürzte die Summe im Investmentbanking im gleichen Zeitraum um 16 Prozent. (fp)