Barometerbauer bastelt tagesaktuelle Messlatten für verhüllten Markt
Die Märkte für Private Equity oder Private Credit gelten als weitgehend intransparent. Üblicherweise erfolgt allenfalls alle drei Monate eine Preisfeststellung. Der Benchmark-Anbieter MSCI startet jedoch Indizes, die täglich Signale liefern sollen.
Der Indexanbieter MSCI hat Messlatten entworfen, die auf täglicher Basis die Entwicklung der Märkte für Private Credit und Private Equity abbilden sollen. Dies teilte das Unternehmen mit. Bislang erfolgt die Preisfeststellung für Privatmärkte vierteljährlich. Die MSCI Nowcasting Indizes sollen jedoch aktuelle Signale zu Marktbewegungen liefern und damit Portfoliomanager bei ihren Entscheidungen unterstützen.
Die neuen Indizes stützen sich MSCI zufolge auf drei Informationsquellen. Erstens auf MSCI-eigene Datenquellen für die Privatmärkte, zweitens auf einen Hilfsindikator, der sich auf die Bewertungen börsennotierter Wertpapiere stützt, sowie drittens die gemeldeten Nettoinventarwerte entsprechender Fonds. Diese Daten würden durch statistische Modelle sowie die Angaben der Investoren in Privatmarktfonds ergänzt.
"Anleger standen vor einem Zielkonflikt"
"Anleger standen lange Zeit vor einem Zielkonflikt zwischen der Glaubwürdigkeit von benchmarktauglichen Kennzahlen für den Privatmarkt und der Aktualität, die moderne Portfolios und Entscheidungsfindung erfordern", meint Luke Flemmer, Leiter des Bereichs Private Assets bei MSCI. "Die MSCI Nowcasting Indizes beseitigen diesen Zielkonflikt." Die Transparenzlücke werde durch die täglichen Signale der Barometer geschlossen. (ert)













