Das Neugeschäft bei der privaten Wohnimmobilienfinanzierung ist im Oktober im Zuge steigender Zinsen und hoher Inflationsraten weiter zurückgegangen. Nach dem Einbruch im Sommer sank das Kreditvolumen im Oktober abermals auf nur noch 14,9 Milliarden Euro, wie der Branchendienst "Finanz-Szene" unter Berufung auf Daten der Bundesbank meldet.

"Finanz-Szene" schreibt zur Einordnung der Zahl, dass Banken, Sparkassen und sonstige Finanzdienstleister noch im März dieses Jahres private Wohnungsbaukredite im Umfang von 32,3 Milliarden Euro neu vergeben hatten. Seitdem gehe das Geschäft, abgesehen von einer kurzen Erholung im Mai, jeden Monat zurück. Im August fiel das Kreditvolumen erstmals seit Jahren unter die Marke von 20 Milliarden Euro, im September auf nur 16 Milliarden Euro.

Stellenabbau
Die Krise bei den Baufinanzierungen führt auch dazu, dass Finanzdienstleister bereits den Abbau von Personal planen. So wurde vergangene Woche bekannt, dass der Baufinanzierungsvermittler Interhyp dem Einbruch beim Neugeschäft mit Immobilienkrediten Tribut zollen muss und versucht, rund 100 Stellen von insgesamt 1.600 abzubauen. (jb)