Die BCA-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Jahresüberschuss von 322.000 Euro abgeschlossen. Im Vorjahr 2017 standen hier aber noch 848.000 Euro in den Büchern. Der Grund für den Rückgang: In der Versicherungssparte lief das Geschäft zwar besser, im Investmentbereich sah sich die Oberurseler Gesellschaft allerdings mit Umsatzeinbußen konfrontiert. Diese seien "zuvorderst marktbedingt" gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung.

So seien auf der einen Seite die Versicherungserlöse um 550.000 Euro oder 3,5 Prozent auf 16,5 Millionen Euro gewachsen. Auf der anderen Seite habe der Investmentbereich, inklusive der Vermögensverwaltungslösung "Private Investing", einen Erlösrückgang von 1,97 Millionen auf 33,04 Millionen Euro hinnehmen müssen. Spartenübergreifend und in absoluten Zahlen gerechnet lag der Umsatz für 2018 bei 51,18 Millionen Euro und damit 2,7 Prozent unter den Erlösen von 2017. Nichtsdestotrotz habe die Eigenkapitalquote von 38,8 Prozent (2017) auf 40,9 Prozent gesteigert werden können, so der Maklerpool.

Private Investing wächst
Bei Versicherungen verbuchte die BCA einen Anstieg im Bereich Lebenspolicen in Höhe von 5,9 Prozent, der Krankenversicherungsbereich steigerte seine Erlöse um 8,2 Prozent. Dagegen seien die Kursrückgänge an den Kapitalmärkten Ende 2018 auch an der BCA und ihren Tochterunternehmen BfV Bank für Vermögen und Carat nicht spurlos vorübergegangen. "Die messbar gestiegene Kaufzurückhaltung des vergangenen Jahres sorgte folglich für einen marktbedingten Rückgang im Investmentbestand", heißt es in der Pressemitteilung.

Daher sei das betreute Vermögen konzernweit und über alle Depotstellen hinweg von gut fünf Milliarden Euro zum Jahreswechsel 2017/18 auf rund 4,5 Milliarden Euro Ende 2018 zurückgegangen. Allerdings: Die Fondsvermögensverwaltung Private Investing habe im vergangenen Jahr ihre Umsatzerlöse um über 647.000 Euro auf rund 2,31 Millionen Euro steigern können.

Ausblick: Hoffen auf Asuro
"Unsere Bank hat Mifid II inhaltlich und technisch erstklassig umgesetzt und daneben ihren Research-Bereich deutlich verstärkt. Unsere Berater treffen mehr denn je auf einen exzellent miteinander verzahnten technischen wie inhaltlichen Support", kommentiert Frank Ulbricht, Vorstand der BCA und der BfV die Entwicklung im Investmentbereich. "Letztlich konnte unser gesamter Maßnahmenkatalog deutlich dazu beitragen, die durch die allgemein zurückhaltende Anlegerneigung verursachten negativen Auswirkungen des vergangenen Jahres wirkungsvoll abzufedern."

Für die Zukunft setzt die BCA auf die Weiterentwicklung ihrer digitalen Prozess-, Daten- und Service-Plattform "Diva", inklusive der dazugehörigen Kunden-App. Hierfür habe man zu Beginn dieses Jahres die Frankfurter IT-Schmiede Asuro übernommen. Im Investmentbereich, konkreter bei "Private Investing", habe man mit drei weiteren Strategien – "BfV Protect", "BfV Allrounder" und "BfV Futuretrends" – weitere Umsatzpotenziale geschaffen. Daher rechnet der Konzern bei unveränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im operativen Geschäft mit insgesamt steigenden Umsatzerlösen und einem verbesserten Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019. (jb)