Die weltweiten grenzüberschreitenden Vermögen sind 2025 um 8,4 Prozent auf 15,7 Billionen US-Dollar gestiegen. Das geht aus dem "Global Wealth Report 2026" der Boston Consulting Group (BCG) hervor. Fast 90 Prozent der neuen Offshore-Zuflüsse entfielen demnach auf die zehn größten Offshore-Finanzplätze weltweit.

Insgesamt legte das globale Finanzvermögen trotz Handelskonflikten, geopolitischer Spannungen und Zollstreitigkeiten um 10,7 Prozent auf 333 Billionen Dollar zu. Einschließlich Sachwerten stieg das weltweite Nettovermögen auf nahezu 550 Billionen Dollar.

Asien gewinnt weiter an Bedeutung
BCG beobachtet eine zunehmende Konzentration des Wealth-Management-Geschäfts auf wenige international vernetzte Finanzzentren. Dabei verschiebt sich das Gewicht zunehmend Richtung Asien. "Diese Verschiebungen verändern die geografische Verteilung des globalen Vermögens", erklärt Michael Kahlich, Managing Director und Partner bei BCG. "Wir sehen, dass sich Vermögensbildung, grenzüberschreitende Kapitalflüsse und Investment-Ökosysteme zunehmend auf eine kleinere Zahl global vernetzter Zentren konzentrieren."

Der Bericht identifiziert zwei globale Hub-Netzwerke: eines mit Fokus auf asiatische Vermögen und Kapitalströme, das andere mit Schwerpunkt auf Europa, den Nahen Osten und Lateinamerika.

Westeuropa überrascht positiv
Regional entwickelte sich das Vermögenswachstum sehr unterschiedlich. 

  • Westeuropa verzeichnete unter den großen Märkten mit 15,3 Prozent das stärkste Wachstum. Unterstützt wurde dies laut BCG von günstigen Währungsentwicklungen und hohen Sparquoten der Haushalte.
  • Das Finanzvermögen auf dem chinesischen Festland stieg 2025 um 15 Prozent und dürfte bis 2030 jährlich um rund neun Prozent wachsen. 
  • In Nordamerika verlangsamte sich das Vermögenswachstum dagegen auf 7,4 Prozent. Die Zugewinne konzentrierten sich dort vor allem auf große Technologieunternehmen.
  • Schwellenländer sollen bis 2030 rund zehn Prozent des weltweiten Vermögenswachstums ausmachen. Besonders stark wachsen laut BCG Indien, Brasilien und Mexiko.

Wo im Vorjahr weltweit das meiste grenzüberschreitende Vermögen geparkt wurde, zeigt unsere Bilderstrecke. (mb)