Im auslaufenden Jahr 2017 haben sich erneut Tausende von Bankkunden über ihre Kreditinstitute geärgert – und dies der Finanzaufsicht Bafin angezeigt. Das berichtet die Agentur dpa und verweist dabei auf die Daten aus dem Beschwerderegister der Bafin.

Bereits bis Ende September hat die Finanzaufsicht exakt 4.468 Meldungen von Kunden über ihre Banken registriert. Im Gesamtjahr 2016 wurden 5.162 Fällen gemeldet, also nur unwesentlich mehr. Die Bafin rechnet daher damit, dass der Vorjahreswert bis Ende 2017 überschritten wird.

Ärger über Kontogebühren und Filialschließungen
Unmut riefen 2017 vor allem höhere Gebühren für die Kontoführung, neue Entgelte und die fortschreitende Schließung von Filalen hervor. Der Umgang verschiedener Geldinstitute mit dem Zahlungskontengesetz, das Kunden den Kontowechsel eigentlich erleichtern soll, war in 135 Fällen Grund für eine Reklamation.

Auch Berater kommen 2017 nicht gut weg. Wenden sich Verbraucher an die Finanzaufsicht, weil sie Probleme beim Wertpapierhandel haben oder mit der Anlageberatung ihres Geldhauses unzufrieden sind, erfasst die Bafin dies separat. Bis Ende September beschwerten sich Kunden 1.331 Mal über Mitarbeiter von Sparkassen und Landesbanken, 2016 wurden  insgesamt 1.837 Fälle verzeichnet. Über Volks- und Raiffeisenbanken gingen 966 Beschwerden ein, 2016 lag die Zahl bei 1.463. Ärger mit Auslands- und Privatbanken meldeten 1.000 Kunden im Vergeich zu 1.633 Fällen im Gesamtjahr 2016. Die Beschwerden über Lebensversicherer hingegen werden sich 2017 voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau halten, vermutet die Bafin. (am)