Beratungshaus für Fondsboutiquen kürt Top-25-Vermögensverwalter
In Deutschland werben unterschiedlichste Vermögensverwalter um Kundengeld: Die einen betreuen Millionäre individuell, andere managen Fonds oder bieten gleich Dutzende Strategien an. Pro Boutiquenfonds hat nun ein Rating vorgelegt, das die Unternehmensstärke dieser Anbieter vergleichbar machen soll.
Die Frankfurter Beratungsfirma Pro Boutiquenfonds (PBF) hat mit dem Rating "PBF Strength" eine neue Kennzahl veröffentlicht, das "die unternehmerische Leistungsfähigkeit unabhängiger Vermögensverwalter und Asset Manager objektiv vergleichbar" machen soll, wie das Unternehmen mitteilt.
Bewertet werden alle konzernunabhängigen Vermögensverwalter, die über eine Erlaubnis für die Finanzportfolioverwaltung nach Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) oder eine Lizenz als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) nach Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) verfügen. "Ziel ist eine nachvollziehbare Bewertung, die über reine Performancekennzahlen hinausgeht und strukturelle sowie finanzielle Stärke sichtbar macht", so PBF.
20 Kriterien entscheiden über das Rating
Der neue Score basiert PBF zufolge auf vier "Bewertungsdimensionen" mit insgesamt 20 Kriterien. Bei den Dimensionen handelt es sich um die Marktposition (25% Gewicht), die Krisenresilienz (25%), Transparenz und Marktkommunikation (20%) sowie Unternehmenserfolg und Finanzstruktur (30%). Die Kennzahlen würden relativ skaliert (0 bis 100 Punkte), wobei die besten zehn Prozent die Maximalpunktzahl erhalten.
Für die Marktposition werden unter anderem die Provisionserträge herangezogen, zudem das verwaltete Vermögen, die Zahl der Mitarbeiter und das Nettomittelaufkommen. In die Rubrik Krisenresilienz fallen Aspekte wie das Unternehmensalter, die Bilanzsumme, das Eigenkapital und die Altersstruktur des Managements. Beim Thema Transparenz geht es unter anderem um die Zeit bis zur Veröffentlichung des Jahresabschlusses und die freiwillige Offenlegung zentraler Kennzahlen. Mit Blick auf den Unternehmenserfolg werden unter anderem Kennzahlen wie die Kosten-Ertrags-Quote, die Umsatzrendite und der Jahresüberschuss herangezogen.
"Transparenz in einem fragmentierten Markt"
"Unser Ansatz verbindet harte Kennzahlen mit qualitativen Faktoren. Damit stellen wir sicher, dass die Ergebnisse belastbar und nachvollziehbar sind", meint PBF-Geschäftsführer Frank Eichelmann. "Ein gutes Rating ist Ausdruck nachhaltiger Unternehmensstärke."
Der Anspruch lautet, über den "PBF Strength"-Indikator "Transparenz in einem fragmentierten Markt" zu schaffen, "indem er eine einheitliche Bewertungslogik über zentrale Leistungsdimensionen etabliert". Er solle sowohl der externen Positionierung dienen, etwa als Gütesiegel im Vertrieb, als auch bei der internen Steuerung helfen, beispielsweise als Benchmarking-Instrument.
Unterschiedlichste Geschäftsmodelle unter den Spitzenreitern
Unter den 25 aktuellen Spitzenreitern im Rating (siehe unten) finden sich sowohl große Unternehmen als auch kleinere Marktteilnehmer. Einige davon konzentrieren sich auf das Management respektive die Beratung von Investmentfonds, andere wiederum auf die Vermögensverwaltung für Privatkunden. "Bei der Konzeption des PBF Strength wurde bewusst Wert darauf gelegt, unterschiedliche Geschäftsmodelle – von reinen Vermögensverwaltern über spezialisierte Asset Manager bis hin zu Mischmodellen – in eine gemeinsame Vergleichsbasis zu bringen", erläutert das Beratungshaus. (fp)
Die aktuellen Top-25-Vermögensverwalter im "PBF Strength"-Rating (alphabetisch sortiert):
- Acatis Investment
- Adlatus
- Antecedo Asset Management
- Aramea Asset Management
- BRW Finanz
- BV & P Vermögen
- Capitell Vermögens-Management
- Captrader
- Collegium Vermögensverwaltung
- DJE Kapital
- Feri
- Flossbach von Storch
- Hartz Regehr
- Invest in Visions
- KB-Vermögensverwaltung
- KSW Vermögensverwaltung
- Loys
- Lupus Alpha Asset Management
- Michael Pintarelli Finanzdienstleistungen
- Proaktiva
- R.I. Vermögensbetreuung
- SK Vermögensverwaltung GMBH
- Spiekermann & Co.
- SPSW Capital
- Top Vermögensverwaltung















