Berenberg: Das können Anleger von Family Offices lernen
Eine aktuelle Analyse zeigt, wie Single Family Offices in den vergangenen Jahren ihre Strategie verändert haben und welche Lehren Privatanleger daraus ziehen sollten.
Single Family Offices haben sich erfolgreich an die veränderten Marktbedingungen angepasst, sagt Dennis Nacken, Leiter des Single Family Office Advisory bei Berenberg. Er meint: Auch Privatanleger könnten von ihnen einiges lernen.
Direktbeteiligungen im Fokus
Direktbeteiligungen bilden demnach weiterhin das Herzstück ihrer Anlagestrategie. Sie steuern ihre Beteiligungen gezielt als aktive Investoren. Dabei investieren sie zwar nahezu in allen Unternehmensphasen, bevorzugen aber zunehmend Frühphaseninvestments. Auch die Branchenpräferenzen verschieben sich: Während Software und Healthcare weiterhin dominieren, verlieren nachhaltige Investments zuletzt etwas an Gewicht.
Anleger können von den Strategien der Single Family Offices einiges lernen, so der Experte. Zentral sei dabei vor allem das unternehmerische Denken: Geschäftsmodelle zu verstehen, Chancen langfristig zu bewerten und auf nachhaltige Wertschöpfung zu setzen. "Auch wer keine Millionenbeträge investieren kann, kann sich diese Haltung zunutze machen – etwa beim Aktienkauf, der letztlich ebenfalls eine direkte Unternehmensbeteiligung darstellt", so Nacken.
ELTIFs bieten erweiterten Zugang
Neue Anlageformen wie ELTIFs (European Long-Term Investment Funds) würden auch Privatanlegern den Zugang zu renditestarken privaten Märkten eröffnen, die bislang vor allem institutionellen und sehr vermögenden Investoren vorbehalten waren. Der Berenberg-Experte sagt: "Damit wird der Gedanke des langfristigen, aktiven Investierens auch für private Anleger greifbarer." (jh)




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