"Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich die Gläubiger in ihrem Vertrauen erschüttert und mich in eine Situation gebracht habe, die mich noch lange verfolgen wird", soll ein zu einer Bewährungsstrafe verurteilter Finanzvermittler am 28. September vor dem Amtsgericht Maulbronn gesagt haben. Wie "PZ-news.de" berichtet, hatte der 42-Jährige aus dem Enzkreis in Baden-Württemberg zwischen 2017 und 2019 Kunden in 15 Fällen um ihre Ersparnisse gebracht. Nun kam der reuige Betrüger mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung davon.

Der Finanzberater mit Fachhochschulabschluss hatte einer vornehmlich weiblichen Klientel eine Festgeldanlage mit drei Prozent Zins und einer jährlichen Kapitalausschüttung von zehn Prozent zugesagt. Die Beträge zwischen 5.000 und 50.000 Euro hatte er allerdings nicht angelegt, sondern in die eigene Tasche gewirtschaftet. Von den so kassierten, insgesamt mehr als 170.000 Euro soll er private Ausgaben finanziert haben, darunter seine Scheidung, Kleidung und Reisen.

Täter ist geständig
Dass die Strafe nicht härter ausfiel, hängt auch damit zusammen, dass der Täter geständig ist und die Beträge seit 2020 in Monatsraten bei den Geprellten abstottert. Er hatte allen Schuldvereinbarungen angeboten und sich persönlich bei ihnen entschuldigt. Heute arbeitet der Mann als Handelsvertreter, allerdings in einem anderen Bereich, wie "PZ-news.de" berichtet. (fp)