Seit der Corona-Pandemie musste der Videochat persönlichen Kontakt im Privaten und Geschäftlichen oft ersetzen. Das gilt auch für Finanzberatung. Allerdings wird Video-Bank-Beratung in der DACH-Region bislang nur sehr wenig genutzt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Yougov mit 4.000 volljährigen Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Österreich war der Anteil der Menschen, die sich bereits per Video haben von einer Bank beraten lassen am höchsten (12%), danach folgt die Schweiz (11%) und Schlusslicht ist Deutschland (7%).

Dabei schätzt rund die Hälfte aller Teilnehmer am Videochat vor allem die wegfallenden Wartezeiten in der Filiale. Auch die flexible Terminbuchung sehen – je nach Land – zwischen 33 und 40 Prozent der Befragten als Vorteil. Die Nachteile des Videochats gegenüber einem persönlichen Gespräch gewichten die Teilnehmer aus den Ländern unterschiedlich stark. Den Österreichern und Schweizern fehlt dabei der persönliche Kontakt zum Berater am meisten. Die Deutschen empfinden dagegen Probleme beim Austausch von Dokumenten und Verständigungsschwierigkeiten als größten Nachteil, etwa aufgrund einer schwankenden Internetverbindung.

Österreicher am interessiertesten
Ein Teil der Befragten ist Videoberatung gegenüber gar nicht aufgeschlossen. Bei anderen ist dagegen Potenzial vorhanden: Nahezu jeder dritte Befragte aus Deutschland  (32%), der noch nie eine Video-Beratung in Anspruch genommen hat, könnte sich das in Zukunft vorstellen. Bei den Schweizern sind es 36 Prozent und bei den Österreichern sogar zwei von fünf Teilnehmern (39%) ohne Video-Beratungs-Vorerfahrung. Dabei ist die aufgeschlossene Zielgruppe anteilig häufiger männlich, jünger und Aktien sowie Finanz-Apps gegenüber offener als Teilnehmer, die sich eine Videoberatung in Zukunft gar nicht vorstellen können. (fp)