Die Turbulenzen an den Börsen haben das Handelsvolumen bei börsengehandelten Indexfonds (ETFs) in die Höhe getrieben. Die ETF-Tochter der weltgrößten Fondsgesellschaft Blackrock berichtet für das Jahr 2018 ein Rekordvolumen von 7,3 Billionen Dollar in den USA und Europa. Im Vorjahr hatten sich An- und Verkäufe lediglich auf fünf Billionen Dollar summiert. Allein in Europa schichteten Anleger in erheblichem Maße Geld um. Hier bezifferte sich das ETF-Handelsvolumen auf zwei Billionen Dollar – ebenfalls ein Rekordwert.

"Das vergangene Jahr verdeutlicht die immer weiter zunehmende Vielseitigkeit von iShares-ETFs. Weltweit nutzten Anleger ETFs, um Alpha zu erzielen, Risiken zu managen, nachhaltig zu investieren und um unter schwierigeren Bedingungen am Finanzmarkt Zugang zu Liquidität zu erhalten", sagte Mark Wiedman, Globaler Leiter iShares und Index Investments bei Blackrock. "Inzwischen haben sich ETFs als natürliche Bestandteile in Portfolios jedweden Anlegertyps etabliert." Wiedman wurde jüngst zum Leiter des internationalen Geschäfts und der Unternehmensstrategie ernannt – und zählt damit zu einem der Kronprinzen von Blackrock-Chef Larry Fink.

Dämpfer beim Neugeschäft
Trotz der Rückschläge an den Aktien- sowie den Anleihenmärkten sammelte iShares 2018 jede Mange frisches Geld ein. Weltweit bezifferte sich das Nettomittelaufkommen auf 167 Milliarden Dollar. Das entspreche 32 Prozent der branchenweiten Zuflüsse in Höhe von 515 Milliarden Dollar, teilte iShares mit.

Allerdings hinterließ der Dämpfer seine Spuren. Im Vorjahr waren dem Anbieter noch 246 Milliarden Dollar an Neugeld zugeflossen. Den höchsten Absatz verzeichneten 2018 Aktienprodukten auf Kernmärkte mit 109 Milliarden Dollar, gefolgt von Anleihe-ETFs mit 50 Milliarden Dollar. Auch Faktor-Strategien sowie nachhaltige ETFs waren gefragt. (ert)


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