Der Maklerpool Blau Direkt hat sein Maklerverwaltungsprogramm (MVP) "Ameise" um den KI-Agenten "Ameise Copilot" erweitert – eine Software auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI), die Aufgaben eigenständig ohne menschliche Anweisungen ausführen kann. Der KI-Agent
erweitere das MVP "um ein zentrales, intelligentes Interface, das Administration automatisiert, Versicherungswissen bündelt und Prozesse per Text- und Spracheingabe steuerbar macht", schreibt der Pool. Damit sollen manuelle Dateneingaben entfallen, Recherchezeiten verkürzt und zentrale Prozesse per Text- und Spracheingabe gesteuert werden.

Technisch gesehen beruht der "Ameise Copilot" auf der Bündelung mehrerer spezialisierter digitaler Assistenten in einer zentralen Oberfläche, die innerhalb einer klar definierten Architektur zusammenarbeiten. "Ein operatives Systemmodell übernimmt konkrete Aktionen im MVP und greift dabei auf strukturierte Kunden-, Vertrags- und Gesellschaftsdaten zu. Ein versicherungsspezifisches Know-how-Modell stellt geprüftes Fachwissen bereit und beantwortet komplexe Fragestellungen kontextbezogen im Beratungsszenario. Ein Support- und Prozessmodell unterstützt bei Anwendungs- und Systemfragen und erklärt Abläufe innerhalb der Plattform", so der Pool weiter.

"Agentisches Makler-Betriebssystem aufbauen"
"Mit dem 'Ameise Copilot' führen wir KI nicht als zusätzliche Funktion ein, sondern verankern sie strukturell in der Plattformarchitektur. Unser Anspruch ist es, ein agentisches Makler-Betriebssystem aufzubauen, das Prozesse nicht nur beschleunigt, sondern intelligent koordiniert. KI wird damit zur infrastrukturellen Grundlage moderner Vermittlerunternehmen”, erläutert Ait Voncke, CEO von Blau Direkt.

Die beiden Mitbewerber DEMV Deutscher Maklerverbund und Fonds Finanz, die beide unter dem Dach der Infitech Holding agieren, haben derweil ihrem KI-Maklerverwaltungsagenten "Professional Works X" (PWX) ein Update verpasst.  "Mit der neuen Version von PWX gehen wir den nächsten großen Schritt in Richtung Automatisierung und Effizienzsteigerung im Makleralltag. Was früher mehrere Tools, manuelle Eingaben und einiges an Zeit erforderte, erledigt der Maklerverwaltungsagent heute auf Zuruf – oder sogar selbstständig", lässt sich Norbert Porazik, Co-CEO der Infitech Gruppe und Geschäftsführer der Fonds Finanz, in einer Mitteilung zitieren.

Vielzahl neuer Anwendungen
Die Erweiterungen betreffen demnach unter anderem die Bestandsauswertung, Bestandsübertragungen, Kampagnensteuerung und die Tarifierung, die nun per Sprach- oder Chatsteuerung genutzt werden können. Der Mitteilung zufolge können Vermittler per Spracheingabe Abfragen im kompletten Bestand durchführen, Ergebnisse strukturieren und vom System direkt weiterverarbeiten lassen, zum Beispiel für Mail-Kampagnen. Zudem identifiziere PWX sämtliche Fremdverträge im System, prüfe vorhandene Maklervollmachten und beantrage – nach Freigabe des Maklers – per E-Mail die Übertragung beim Versicherer.

Dazu komme ein KI-Assistent zur "proaktiven Verarbeitung von E-Mails und BiPRO-Dokumenten", so die beiden Gesellschaften. PWX analysiere eingehende Nachrichten, erkenne potenzielle Aktionen – etwa Adressänderungen, Schadensmeldungen oder Beitragsrückstände – und stoße automatisch Folgeprozesse an. (fp)