BofA-Prognose zur WM: Der Titel geht an ...
… Frankreich! Analysten der Bank of America sehen "Les Bleus" bei der Fußball-WM 2026 vorne. Die Franzosen sollen sich laut einer internen Umfrage im Finale gegen Spanien durchsetzen.
65 Teilnehmer einer internen Umfrage in der Analyseabteilung der Bank of America haben prognostiziert, dass Frankreich die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft gewinnt und sich mit einem Finalsieg gegen Spanien den dritten Titel sichert. Die meisten weiteren Erstplatzierungsstimmen entfielen auf Argentinien und Brasilien. Japan, Norwegen und Marokko wurden am häufigsten als mögliche Überraschungen genannt.
Laut den BofA-Analysten wird Stürmer Kylian Mbappé Torschützenkönig, während Spaniens Lamine Yamal als Spieler des Turniers ausgezeichnet werden soll.

Milliardenumsätze durch die WM
Die Weltmeisterschaft 2026 dürfte die lukrativste der Geschichte werden. Die Gesamteinnahmen im Vierjahreszyklus von 2023 bis 2026 steigen laut BofA unter Berufung auf FIFA-Budgetberichte voraussichtlich um nahezu 50 Prozent auf elf Milliarden US-Dollar, nach 7,6 Milliarden Dollar bei der WM 2022 in Katar.
Das Turnier könnte zudem bis zu 40,9 Milliarden Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt beitragen, wie eine Schätzung von FIFA und Welthandelsorganisation zeigt.
Banken lagen nicht immer richtig
Banken haben bei Prognosen zu Sportereignissen wie der Weltmeisterschaft eine gemischte Erfolgsbilanz. 2022 sagte der Londoner Broker Panmure Liberum den Titelgewinn Argentiniens korrekt voraus, lag jedoch daneben mit der Prognose, England werde das Finale erreichen statt Frankreich, das die "Three Lions" im Viertelfinale besiegte.
Vier Jahre zuvor setzte Goldman Sachs auf Datenanalyse, maschinelles Lernen und ökonometrische Modelle mit einer Million Simulationen – und lag falsch: Prognostiziert wurde Brasilien als Sieger vor dem späteren Gewinner Frankreich, während der Finalist Kroatien komplett verfehlt wurde. In jenem Jahr war Nomura das einzige von sechs Finanzinstituten, das den Sieger korrekt vorhersagte. Grundlage waren Bewertungen von Spielerwerten, Teamdynamik und historischen Erfolgen. Dennoch lag die japanische Bank bei den übrigen Halbfinalisten ebenfalls daneben.
Größtes Sportereignis aller Zeiten?
Die diesjährige WM könnte noch schwerer vorherzusagen sein: Erstmals nehmen 48 Länder teil, die insgesamt 104 Spiele austragen. Bei dem von der BofA als größtes Sportereignis aller Zeiten bezeichneten Turnier erwarten die Organisatoren vom 11. Juni bis 19. Juli rund 6,5 Millionen Fans in 16 Austragungsorten in den USA, Mexiko und Kanada.
Wenige Wochen vor dem Anpfiff wächst jedoch die Sorge in der Hotelbranche über ausbleibende Nachfrageimpulse. In einer Erklärung im vergangenen Monat äußerte die US Travel Association Bedenken, dass Gegner der Politik der Trump-Regierung – darunter höhere Visagebühren und ausgeweitete Prüfungen von Social-Media-Aktivitäten – eine "Kampagne zur Abschreckung" von Reisen zur Weltmeisterschaft betrieben.
Fifa-Präsident Gianni Infantino verteidigte am Dienstag (5.5.) die Ticketpreise für WM-Spiele, nachdem Fans und US-Gesetzgeber Kritik an den hohen Kosten geäußert hatten. (mb/Bloomberg)
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