Fast jeder fünfte Deutsche (18%) zählt die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) oder eine entsprechende Zusatzversicherung (BUZ) zu den wichtigsten drei Versicherungen. Dennoch besitzt aktuell lediglich jeder Sechste eine BU, womit der Anteil auf dem Niveau von 2015 stagniert. Diese Diskrepanz zwischen Realität und Soll-Zustand ist eines der Ergebnisse der Studie "Strategiefeld Berufsunfähigkeitsversicherung 2018" des Meinungsforschungsinstituts Yougov. Dieses hat zwischen dem 16. Mai und dem 1. Juni insgesamt 1.948 Personen befragt. Die Gruppe setzt sich Yougov zufolge aus einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe und einer Zusatzstichprobe für die Zielgruppen der jungen Personen bis 32 Jahre, die keine BU besitzen, sowie Eltern von 16-32-Jährigen zusammen.

Die Meinungsforscher liefern dabei zumindest eine Erklärung, warum die Jüngeren keine Absicherung betreiben: Sie schätzen die Gefahr einer Arbeitsunfähigkeit einfach als zu gering ein. Zudem glauben sie, dass die Familie sie absichern werde.

Dieser Ansicht sind 69 Prozent dieser Zielgruppe. Ebenfalls sind zwei Fünftel überzeugt, dass der Staat sie im Falle einer Berufsunfähigkeit finanziell auffängt oder unterstützt – was aber eine Fehlannahme ist. "Das legt die Vermutung nahe, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung ein Verdrängungsthema in der jungen Zielgruppe darstellt", so Yougov – und für Berater umso mehr ein Grund ist, diese zu erwähnen, wenn jüngerer Mensch zu ihnen findet. (jb)