Die Bundesbürger bezahlen immer seltener mit Bargeld. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Deutschen Bundesbank für das Jahr 2021. Demnach werden 58 Prozent aller alltäglichen Zahlungen in bar getätigt. Im Jahr davor lag der Anteil der Barzahlungen bei 60 Prozent, 2017 sogar noch bei 74 Prozent.

Nach Einschätzung der Bundesbank sind für den Trend zum bargeldlosen Bezahlen vor allem zwei Faktoren verantwortlich: die Zunahme von Einkäufen im Onlinehandel sowie die geringere Nutzung von Bargeld während der Corona-Pandemie. Kartenzahlungen nahmen der Bundesbank zufolge in jüngster Zeit auch deshalb deutlich zu, weil das kontaktlose Bezahlen sehr viel einfacher geworden sei. So wurden 2021 von allen erfassten Zahlungen an der Ladenkasse, in der Freizeit oder im Onlinehandel 29 Prozent mit einer Karte getätigt. Das sind neun Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017. Dabei wurden Debitkarten wie die Girocard besonders häufig genutzt. 

Zahlen per Smartphone
Dennoch zahlen deutsche Verbraucher nach wie vor auch noch gern in bar. Gemessen am Umsatz kommen Debitkarten und Bargeld 2021 jeweils auf einen Anteil von 30 Prozent. Aber: Gegenüber 2017 büßte Bargeld 18 Prozentpunkte ein, die Debitkarte nur fünf Prozentpunkte. Aufholen konnte hingegen die Kreditkarte, die 2021 einen Umsatzanteil von zehn Prozent verzeichnete und seit 2017 um sechs Prozentpunkte zulegte. Auch das mobile Bezahlen, etwa per Smartphone, erfreute sich größerer Beliebtheit. 2021 zahlten der Studie zufolge 17 Prozent aller befragten Smartphone-Besitzer mit dem Gerät. 

Für die jüngste Studie zum Zahlungsverhalten in Deutschland befragte das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Bundesbank zwischen September und Dezember 2021 rund 6.000 Bundesbürger. Bereits seit 2008 untersucht die Bundesbank regelmäßig, welche Zahlungsmittel hierzulande am häufigsten genutzt werden. (am)