Deutschlands Fondsindustrie hat im vergangenen Jahr unter dem Strich 154 Milliarden Euro eingeworben. Das bedeutet das viertbeste Neugeschäft seit anderthalb Dekaden, geht aus der nun veröffentlichten Investmentstatistik des Branchenverbands BVI hervor. Nur 2015, 2017 und 2021 konnten die in Deutschland aktiven Asset Manager mehr frisches Geld einwerben.

Ende 2025 verwaltete die Branche 4.851 Milliarden Euro für Investoren aus Deutschland, 8,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Davon entfallen 1.839 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds. "2025 war ein starkes Jahr", resümiert BVI-Präsident Matthias Liermann. Von den Zuflüssen von insgesamt 154 Milliarden Euro entfallen 86 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds. Davon wiederum stammen rund 57 Milliarden Euro von Aktien- und Renten-ETFs, was zeigt, wie wichtig das ETF-Geschäft für die Branche geworden ist.


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Liermann berichtet auch von einem "positiven Start" ins Jahr 2026. "Die Teilhabe am Kapitalmarkt nimmt spürbar zu. Immer mehr Menschen erkennen, dass Wertpapiere ein zentraler Baustein für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge sind", sagt er. Die Entwicklung spiegele sich nicht nur in der großen Zahl von Fondssparplänen wider, sondern auch im Anstieg bei den Wertpapierdepots. Die Bundesbank zähle inzwischen 37 Millionen Depots. Das sind 14 Millionen mehr als 2020, allein in den vergangenen beiden Jahren kamen sechs Millionen Wertpapierkonten hinzu. (jb/bm)