Die deutsche Asset-Management-Branche hat mit ihren Fonds von Anfang Januar bis Ende November 2018 netto 100,7 Milliarden Euro bei heimischen Anlegern eingeworben. Abgesehen von den beiden Rekordjahren 2015 (193 Mrd. Euro) und 2017 (160 Mrd. Euro) liegt der Fondsabsatz damit bislang auf dem Niveau der Vorjahre, wie der Fondsverband BVI anlässlich der Veröffentlichung seiner Absatzstatistik für November 2018 mitteilt.

Die Stütze bei den Zuflüssen hierzulande bleiben offene Spezialfonds. Institutionelle Anleger wie Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungsgesellschaften investierten bis Ende November 2018 netto 76,3 Milliarden Euro in die berücksichtigten Fonds. Offenen Publikumsfonds flossen 22,9 Milliarden Euro zu. Dabei sammelten allein Mischfonds 21,6 Milliarden Euro ein. Immobilienfonds erzielten 5,7 Milliarden Euro. Andere Gruppen wie Rentenfonds verzeichneten Abflüsse.


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Absatzspitzenreiter bei offenen Publikumsfonds war im November Amundi: Rund 2,3 Milliarden Euro sammelte Europas größter Asset Manager hierzulande ein, was vor allem mit hohen Zuflüssen in zwei Geldmarktprodukten zu erklären ist (nähere Erläuterung in der Bilderstrecke oben). Mit weitem Abstand folgen die Deka (470 Mio. Euro) und Acatis Investment (437 Mio. Euro).

Auf Jahressicht ist weiterhin Allianz Global Investors unangefochtener Spitzenreiter: Laut BVI investierten Anleger seit Januar 2018 knapp 8,9 Milliarden Euro in Wertpapierpublikumsfonds des Anbieters. Union Investment erreicht hier in diesem Ranking den dritten Platz (3,4 Mrd. Euro).

Acatis holt Fonds nach Hause
Dazwischen landet Acatis mit 4,3 Milliarden Euro auf dem zweiten Platz. Allerdings sind diese Nettozuflüsse vor allem darauf zurückzuführen, dass Value-Experte Hendrik Leber und sein Team 2018 eine eigene Lizenz als Kapitalverwaltungsgesellschaft erhalten haben. Im Herbst haben sie begonnen, die Assets ihrer Fonds von Service-Kapitalverwaltungsgesellschaften wie Universal-Investment auf das eigene Unternehmen zu übertragen.

Die höchsten Mittelabflüsse musste in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 die deutsche Dependance der Blackrock-ETF-Sparte iShares hinnehmen: 2,3 Milliarden Euro zogen Anleger aus den Indexfonds ab. Im November traf es auch Union Investment: Der Asset Manager der Volks- und Raiffeisenbanken meldete dem BVI Anteilscheinrückgaben von netto 646 Millionen Euro. (bm/jb)


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