Dass die Finanzkrise zu einer globalen Liquiditätsschwemme geführt hat, ist bekannt. Dass sie aber zeitgleich eine kleine Renaissance beim Bargeld ausgelöst hat, dürfte zu den weniger bekannten Fakten zählen. Tatsächlich hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren allein die Anzahl der weltweit verfügbaren 100-US-Dollar-Noten auf rund zwölf Milliarden Stück verdoppelt, wie eine Analyse der Deutschen Bank jüngst zeigte (die – ganz en passant – auch ein paar interessante Gründe für die überraschende Wiederkehr von Cash liefert).

Für zahlreiche Zeitgenossen wie den Durchschnittsdeutschen scheint eine Welt ganz ohne Bargeld ohnehin wenig erstrebenswert – selbst, wenn die aufgedruckte oder eingeprägte Währungseinheit längst untergangenen ist. Auch rund 18 Jahre nach dem Start des Euro als weithin akzeptiertes Zahlungsmittel schlummern nach jüngsten Angaben der Deutschen Bundesbank noch DM-Scheine und -Münzen im Gesamtwert von umgerechnet 6,4 Milliarden Euro unentdeckt oder vergessen in Schubladen, Einmachgläsern oder auf dem Dachboden. Und selbst Nationen wie Schweden, die Kreditkarten lieben, sperren sich gegen die Totalabschaffung von Banknoten und Münzen.

Bei genauerer Betrachtung stellt sich also schnell heraus, dass die Welt des Bargelds bunter ist, als man auf Anhieb denkt. Wir haben ein paar Fakten und Kuriositäten für Sie zusammengetragen. Testen Sie, ob Sie auch dann ein Experte sind, wenn's nicht nur um renditesuchende Mittel ihrer Beratungskunden, sondern um um "echtes" Geld geht – die Redaktion wünscht viel Erfolg!