Die Commerzbank und die Deutsche Börse gehen eine Partnerschaft für eine digitale Handelsplattform ein. Dazu kooperieren die beiden klassischen Finanzdienstleister mit dem Fintech 360X. Zusammen wollen die Partner Handelsplätze auf Blockchain-Basis entwickeln. Der Technologie liegen auch Kryptowährungen wie Bitcoin zugrunde. Ziel sei, "reale Vermögenswerte" digital investierbar zu machen. Als erster Schritt sei die sogenannte Tokenisierung von Immobilien und Kunst geplant, teilen die Unternehmen mit.

Die neuen Handelsplattformen sollen es Anlegern ermöglichen, in bislang illiquide Vermögenswerte zu investieren, erläutert Carlo Kölzer, Gründer und Chef von 360X. Für Deutsche-Börse-Vorstandschef Theo Weimer wiederum erscheint die Entwicklung eines Krypto-Parketts geradezu zwangsläufig. "Ich bin davon überzeugt, dass die Deutsche Börse neue Asset-Klassen erschließen muss. Wir werden in Zukunft eine breite Tokenisierung und Digitalisierung von heute nicht handelbaren Assets sehen", so Weimer.

"Ökosystem der Zukunft"
Auch Commerzbank-Vorstandschef Manfred Knof verweist auf ein erhebliches Potenzial. "Wir bringen reale Werte auf digitale Marktplätze und sehen in der Beteiligung mit der Deutschen Börse und 360X das Potenzial, eines dieser digitalen Ökosysteme der Zukunft mitzugestalten." Die zweitgrößte deutsche Bank und der Frankfurter Börsenbetreiber hatten bereits 2019 zusammen eine Pilottransaktion auf Blockchain-Basis gestartet. (ert)