Kunden der Consorsbank haben im vergangenen Jahr unter dem Strich 1,5 Milliarden Euro in börsengehandelte Indexfonds investiert. Damit haben sich die Nettomittelzuflüsse in ETFs im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, teilt die Tochter der französischen Großbank BNP Paribas mit. Sowohl Sparpläne als auch Einmalanlagen erfreuten sich immer größerer Beliebtheit, meldet das Institut.

Insgesamt haben Privatanleger aus Deutschland mittlerweile mehr als 30 Milliarden Euro in ETFs investiert, zeigen kürzlich veröffentlichte Marktzahlen. Das Geschäft mit Sparplänen boomt nicht nur bei den Online-Brokern, sondern auch bei einigen klassischen Filialbanken, wie aus einer Ende 2019 exklusiven Umfrage von FONDS professionell hervorgeht.

Amundi neuer "Star-Partner"
Die Consorsbank arbeitet daran, ihr ETF-Angebot für die Kunden weiterhin attraktiv zu halten: Das Institut berichtet von einer neuen Kooperation mit Amundi, dank der Anleger zahlreiche ETFs des französischen Asset Managers via Sparplan kostenlos erwerben können. Mit den Anbietern BNP Paribas, Xtrackers, iShares und Lyxor bestehen entsprechende Kooperationen schon länger. Insgesamt seien nun rund 230 ETFs ohne Sparplangebühr im Angebot, teilt die Bank mit.

Amundi wird neben BNP Paribas und iShares außerdem dritter "Star-Partner" der Consorsbank. "Über dieses Partnerprogramm können Kunden 80 ETFs dieser Anbieter im Rahmen von Einmalanlagen ganz ohne Gebühr ordern", heißt es in einer Pressemitteilung.

Sparplan-Kunden sind bei Asset Managern beliebt
Bietet eine Direktbank gebührenfreie Investments in ETFs an, ist das zwar für den Kunden kostenlos, nicht aber für den Fondsanbieter: Er unterstützt die Aktion der Bank finanziell. Im Gegenzug steigert er sein verwaltetes Vermögen und die daran gebundenen Einnahmen durch die Verwaltungsgebühren. Insbesondere Sparplan-Kunden sind ein bei den Asset Managern beliebtes Klientel, weil sie für stetige, gut planbare Zuflüsse sorgen. Verkauft ein Privatanleger seine ETFs eines Tages wieder, ist das übrigens nicht kostenlos – dann fallen in aller Regel die üblichen Gebühren an. (bm)