Die in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Dachfonds verwalten in Summe mehr als 210 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Greiff Research Instituts, einer Tochtergesellschaft des Freiburger Vermögensverwalters Greiff Capital Management, die FONDS professionell ONLINE vorliegt und in den kommenden Tagen veröffentlicht werden soll.

Insgesamt analysierte das Team um Instituts-Geschäftsführer Werner Lang 735 Dachfonds mit über 1900 Anteilsklassen. "Ziel der Studie ist es, einen fundierten und möglichst vollständigen Überblick über Entwicklung, Umfang und Struktur des deutschen Dachfondsmarktes zu vermitteln", sagt Lang. In der Bilderstrecke oben stellt FONDS professionell ONLINE ausgewählte Ergebnisse der rund 200 Seiten starken Erhebung vor. Die gesamte Analyse, die von Wellington Management unterstützt wurde, kann hier angefordert werden (externer Link).

Morningstar-Daten als Basis
Die Studie basiert auf Daten von Morningstar Direct per Jahresende 2025. "Berücksichtigt wurden Fonds, die gemäß Morningstar in Deutschland zugelassen sind und als Fund of Funds ausgewiesen werden", erläutert Lang. "Morningstar verwendet hierfür ein eigenes Klassifizierungs-Framework, das unter anderem die Portfoliostruktur, das tatsächliche Anlageverhalten, die im Prospekt definierte Anlagestrategie sowie qualitative Überprüfungen einbezieht."

Die Datenqualität sei zwar gut, aber nicht perfekt, räumt Lang ein. Vereinzelt fielen den Greiff-Analysten Fehleinstufungen auf: "Einige Fonds wurden als Dachfonds ausgewiesen, obwohl wir sie nach inhaltlicher Prüfung nicht diesem Segment zuordnen würden, einzelne andere Produkte, die wir als Dachfonds einstufen würden, fehlten." Für die Auswertung blieb das Greiff Research Institut dennoch bei der Morningstar-Systematik, um eine einheitliche und nachvollziehbare Grundlage zu haben. (bm)