Makler haben sich 2016 an die Spitze des Vertriebs fondsgebundener Lebensversicherungen, ohne geförderte Policen, gestellt. 27 Prozent des Neugeschäftes nach APE – laufende Beiträge eines Jahres plus ein Zehntel der Einmalbeiträge – in dem Jahr wurden von freien Vermittlern eingereicht. 2015 hatten noch die Banken für den meisten Absatz bei Fondspolicen gesorgt. Das zeigt eine Auswertung der Beratungsgesellschaft Willis Towers Watson im Rahmen ihres aktuellen Vertriebswege-Survey für die Lebensversicherung.

Der Auswertung der Versicherungsexperten zufolge legten die Makler, zu denen auch Mehrfachvertreter und unabhängige Vertriebsgesellschaften wie MLP zählen, im Vergleich zu 2015 um 3,6 Prozentpunkte zu. 2014 betrug ihr Anteil am Neugeschäft 24,2 Prozent. Der Ausbau der Makler-Position bei dieser Produktgruppe ist umso bemerkenswerter, weil das Neugeschäft mit Fondspolicen im Jahr 2016 insgesamt um 9,3 Prozent zulegte. Absolut gesehen haben die freien Vermittler also ein noch größeres Stück vom Kuchen erhalten.

Banken zeichneten für 26,5 Prozent des Neugeschäftes verantwortlich. In den Vorjahren 2015 und 2014 hatte der Anteil aber jeweils noch bei 29,8 Prozent gelegen. Die Ausschließlichkeitsorganisationen der Versicherer vermittelten 21,5 Prozent der neuen Fondspolicen – in etwa so viel wie in den Vorjahren: 2014 waren es 20,9 Prozent, 2015 exakt 21,3 Prozent. Der Anteil von gebundenen Strukturvertrieben, zu denen nach Definition von Willis Towers Watson Organisationen wie die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) gehören, stagniert ebenfalls: Nach 23,8 Prozent 2014 und 24,2 Prozent im Jahr 2015 waren es 2016 23,6 Prozent. Der Anteil des Direktvertriebes und anderer Vertriebskanäle ist zu vernachlässigen: Sie kommen zusammen auf gerade einmal 1,4 Prozent. (jb)