Die Zahl der Deka-Wertpapiersparpläne ist im vergangenen Jahr um 410.000 auf 4,5 Millionen gestiegen. Schon im Vorjahr hatten 600.000 Sparkassenkunden einen Deka-Sparplan abgeschlossen. "In den letzten beiden Jahren haben sich über eine Million Menschen in Deutschland entschieden, mit Wertpapiersparplänen der Deka zu sparen", sagte Deka-Vorstandschef Michael Rüdiger anlässlich der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen seines Hauses. "Das ist gut angesichts der Volatilität der Märkte und ein kräftiger Schritt in Richtung Wertpapierkultur." Auch bei Union Invesment, dem zentralen Fondsdienstleister der Genossenschaftsbanken, brummt das Sparplangeschäft (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Dass die Sparkassenkunden vermehrt auf Fonds und Zertifikate setzen, zeigt ein weiteres Detail: Dem jüngsten Geschäftsbericht zufolge ist die Zahl der Deka-Wertpapierdepots seit Ende 2014 um eine Dreiviertelmillion auf rund 4,7 Millionen gestiegen. Allein 2018 wurden 160.000 Depots eröffnet.

Privatkunden pumpen 5,7 Milliarden Euro in Zertifikate
Unter dem Strich konnte die Deka im vergangenen Jahr bei Privatkunden 11,3 Milliarden Euro einwerben, nicht ganz so viel wie im Vorjahr (12,3 Mrd. Euro). Wesentlichen Anteil an der Vertriebsleistung im Retail-Geschäft hatten insbesondere Zertifikate (5,7 Mrd. Euro), Aktienfonds (2,4 Mrd. Euro) und Immobilienfonds (1,7 Mrd. Euro). Der hohe Derivateabsatz hat dafür gesorgt, dass die Deka mittlerweile Deutschlands größter Zertifikateanbieter ist.

Bei institutionellen Kunden sammelte die Deka 2018 dagegen nur rund 500 Millionen Euro ein – nach 13,4 Milliarden Euro im Vorjahr. "Neben der marktbedingten Zurückhaltung der institutionellen Anleger lag der Rückgang auch an der planmäßigen Beendigung eines Einzelmandats im Zuge der Integration der LBB-Invest in mittlerer einstelliger Milliardenhöhe im September 2018", heißt es in einer Pressemitteilung des Instituts. In Summe lag die Nettovertriebsleistung der Deka mit 11,8 Milliarden Euro zum fünften Mal in Folge im zweistelligen Milliardenbereich.

Bis zu 400 Stellen stehen auf der Kippe
Das Minus an der Börse sorgte auch dafür, dass die "Total Assets" der Deka-Gruppe Ende 2018 mit 276 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahresniveau von 283 Milliarden Euro lagen. Das "wirtschaftliche Ergebnis" betrug 452 Millionen Euro, nach 449 Millionen Euro im Vorjahr. Die Ausschüttung an die Eigentümer – die Sparkassen und deren Verbände – wird um 4,5 Prozent auf 162 Millionen Euro erhöht.

Unterdessen gab Rüdiger Details zum bereits angekündigten Sparprogramm bekannt: Demnach möchte die Deka in den kommenden Jahren konzernweit bis zu 400 Stellen abbauen – das wäre fast jeder zehnte Job. "Den Großteil hiervon wollen wir über natürliche Fluktuation und Vorruhestandsregelungen bewältigen", so Rüdiger. (bm)