Die Deka hat ihre Position als größter Emittent von Retail-Zertifikaten weiter gefestigt. Ende Juni belief sich das Volumen der ausstehenden Papiere auf 16,6 Milliarden Euro, wie aus einer Statistik des Deutschen Derivate Verbands (DDV) hervorgeht. Damit wächst der Marktanteil der Deka auf Sicht von drei Monaten von 25,3 auf 26,9 Prozent.

Beachtlich ist, dass sich das Volumen der Deka-Zertifikate im zweiten Quartal trotz der Kursverluste an den Aktien- und Rentenmärkten erhöht hat, und zwar um immerhin 347 Millionen Euro. Alle anderen Emittenten, die unter den Top-Ten der DDV-Marktanteilsstatistik zu finden sind, mussten mit Blick auf das ausstehende Volumen dagegen ein Minus verzeichnen.

Volumen auf Sicht von fünf Jahren verdoppelt
Die Deka ist erst 2013 und damit vergleichsweise spät ins Geschäft mit Zertifikaten für Privatanleger eingestiegen. Die Papiere werden exklusiv über die Sparkassen vertrieben – mit großem Erfolg. Vor fünf Jahren lag der Marktanteil der Deka noch bei 14,2 Prozent, das ausstehende Volumen hat sich seither verdoppelt.

Das Wertpapierhaus der Sparkassen ist nicht der einzige Derivateemittent aus dem öffentlich-rechtlichen Sektor. Rechnet man die Zertifikate der LBBW und der Helaba hinzu, kommt das Trio aus der Sparkassenwelt auf ein ausstehendes Volumen von 32,6 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von 52,9 Prozent entspricht. Demnach haben die Sparkassen gut jeden zweiten Euro eingeworben, der in Zertifikaten steckt. Die DZ Bank, der mit Abstand wichtigste Derivateemittent der Volks- und Raiffeisenbanken, kommt auf einen Marktanteil von knapp 20 Prozent. (bm)